Slavyansk 1943: Der Herr Popow und seine Panzergruppe

2

Es war gegen Ende des Januars 1943, als eine Panzergruppe unter Markian Popow mit vier Panzerkorps (4. Garde-Panzerkorps, 3. Panzerkorps, 10. Panzerkorps und 18. Panzerkorps) aufgestellt wurde, um den Durchbruch nach Pawlograd zu erreichen. Das Vorgehen von Markian Popow mit seinen vier Panzerkorps bildet das Szenario von Willis PBI-Spiel, dessen Spielbericht ihr sogleich lesen werdet.

Poor Bloody Infantry Spiel: Südöstlich Slavyansk Januar/Februar 1943

Generalleutnant Markian M. Popov durchquert mit vier Panzerkorps und einem Schützenkorps die mehrere Kilometer breite Lücke in der Frontlinie der Heeresgruppe B, überquert den Donez und stößt in Richtung Slavyansk vor, um so die deutschen Rückzugswege abzuschneiden. In den verschneiten Weiten südwestlich Slavyansk stößt eine zur Flankensicherung vorgehende russische Marinekompanie auf die Kompanie von Oberleutnant Bartkowiak. Auf der deutschen linken Flanke hält Oberfeldwebel Walter Rudolph mit seinem Zug einige abgebrannte Gebäude besetzt.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Auf der rechten Flanke sind mehrere Baumgruppen und der Gefechtsstand durch den Zug von Oberfeldwebel Bäuchl besetzt. Barkowiak hält sich mit sich mit einer Gruppe Reservetruppen ebenfalls auf der rechten Flanke auf. Im Zentrum sichern drei StuG III F.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Ein Angriff dreier IL-2 Shturmovik leiten den russischen Angriff ein. Die Bomben gehen aber daneben und richten keinen Schaden an. Auf breiter Front gehen nun die Russen mit drei Zügen Marineinfanterie vor. Im Zentrum geht ein Zug mittlerer Mörser in Stellung. Zwei SU-76 unterstützen den Zug gegenüber der rechten deutschen Flanke. Schulbuchmäßig wird der Angriff gegen die linke Gruppe des Zuges Bäuchl vorgetragen.

Mit reichlich Feuerunterstützung werden die Deutschen in dem kleinen Waldstück dezimiert niedergehalten. Das Feuer des russischen Zentrums und der linken russischen Flanke wirkt konzentriert auf die deutschen Landser. Angriffsweise geht eine Gruppe russischer Marineinfanterie vor und stürmt den Wald. Die SU-76 nehmen derweil die deutschen StuGs unter Feuer, können aber keine Wirkung erzielen. Auch der Zug Rudolph wird beschossen, kann sich aber behaupten und eine russische Gruppe stark dezimieren, die das Gebäude umgehen wollte.

Nun erscheinen auch deutsche Schlachtflieger über dem Schauplatz. Einsetzender Schneefall macht die Sicht aber schwierig und es werden nur geringe Erfolge gegen die russische Infanterie auf der äußersten linken russischen Flanke erzielt. Das deutsche Erwiderungsfeuer kann kaum nennenswerte Verluste verursachen. Auch das Feuer der drei StuGs geht daneben. Oberfeldwebel Bäuchl lässt daraufhin die StuGs durch seinen leichten Mörser einnebeln, um sie dem Feuer der zwei SU-76 zu entziehen.

Die Russen wollen ihren Erfolg ausbauen. Die russischen Mörser schießen sich auf den Zug Rudolph ein, und zwingen die Deutschen in Deckung. Mit markerschütterten Schreien dringen die Russen in die deutschen Stellungen ein. Doch die Landser wehren sich mit dem Mut der Verzweiflung. Ein gnadenloser Nahkampf entspinnt sich, in dem sich beide Seiten nichts schenken. Am Ende ist die Fabrikhalle mit Toten überhäuft. Auch alle Angreifer hat es dahingerafft.

Nun orgelt eine Salve der deutschen Regimentsartillerie heran. Oberleutnant Bartkowiak hatte diese angefordert. Die Salve liegt aber nicht im Ziel und gräbt nur den Acker hinter der russischen Angriffswalze um. Der Nebel hat sich inzwischen verzogen und die StuGs nehmen mit Erfolg den Beschuss der SU-76 auf. Eine SU-76 explodiert in einem Feuerball.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Auch der Ort des Schreckens, die leichenüberhäufte Fabrikhalle kann wieder besetzt und die Bergung der Verwundeten eingeleitet werden. Leutnant Gößmann erreicht im Zentrum das Schlachtfeld mit einem Zug deutscher Mörser.

Die Russen kommen nicht mehr recht vorwärts und können nur kleinere Erfolge verbuchen. Ein weiterer Angriff auf den Zug Bäuchl wird blutig abgeschlagen. Der Zug auf der russischen linken Flanke bricht aufgrund der eingetretenen Verluste kurz drauf. Auf der rechten Flanke erscheinen bei dem Bahndamm aber zwei SU-122, die dem Angriff möglicherweise noch mal neue Kraft geben können.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Auch auf der deutschen linken Flanke erscheint der Zug unter dem Befehl von Oberfeldwebel Haase. Die zweite SU-76 kann ebenfalls durch die StuGs vernichtet werden. Der Druck auf die deutsche rechte Flanke ist gebannt, nun konzentriert sich alles auf die linke Flanke und das Zentrum.

Die Russen ziehen ihren mittleren Zug auf die rechte russische Flanke. Eine Gruppe wird aber auf offenem Feld durch Scharfschützenfeuer verunsichert und an der weiteren Bewegung gehindert.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Der rechte russische Zug bricht und zieht sich vom Kampfplatz zurück. Die zwei SU-122 zerlegen derweil die Fabrik, können den Deutschen aber nicht viel schaden.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Nun eröffnet Leutnant Gößmann erstmalig mit seinen Mörsern das Feuer und schaltet eine Gruppe Marineinfanterie an den Bahngleisen aus. Auch eine Gruppe des Zuges Haase geht am Bahndamm vor und kann im gut gezielten Feuer die restlichen Russen des letzten Zuges aufreiben.

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Slavyansk 1943: Szene aus dem PBI-Spiel

Das waren die letzten russischen Marinesoldaten. Lediglich der Mörserzug und die beiden SU-122 können das Feuer noch aufrecht erhalten. Der russische Befehlshaber gibt daher schweren Herzens folgerichtig den Rückzugsbefehl.


Bildnachweis: © alle Willi

Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, er ist jedoch nicht festgelegt.

2 Kommentare

  1. Schöner Bericht und eine schöne Platte !
    Da wären die „Russki Marines“ wohl besser auf dem Wasser geblieben…!

Leave A Reply