HaT 8113 Renault FT-17 with 37mm Cannon

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Wenn Frank einen Review abliefert, dann weiß ich, dass ich ihn unbesehen herausgeben kann. Diesen hier musste ich jedoch ganz aufmerksam lesen und Buchstabe für Buchstabe und Wort für Wort verschlingen. Der Renault FT-17 gehört zu meinen ganz besonderen Lieblingen und da wollte ich sehr genau wissen, was der FrankM dazu zu sagen hat.

HaT 8113 Renault FT-17 with 37mm Cannon

und

HaT 8114 Renault FT-17 with Hotchkiss Machine Gun

Beide Leckerbissen hat sich FrankM von HaT besorgt und hat sie auf Herz und Nieten (wollte sagen: Nieren) geprüft und beäugt. Hier nun, was er bei seinen Untersuchungen zu Tage gefördert hat.

Renault FT-17:
Ein Blick in die Geschichte und in den Kasten

Ich möchte an dieser Stelle für einen Panzer, welcher mir besonders ans Herz gewachsen ist, eine Lanze brechen. Oder sollte ich schreiben „Panzerchen“?

HaT 8113 Renault FT-17 with 37mm Cannon

HaT 8113 Renault FT-17 with 37mm Cannon

HaT 8114 Renault FT-17 with Hotchkiss Machine Gun

HaT 8114 Renault FT-17 with Hotchkiss Machine Gun

Es ist der französische Renault FT-17, welcher von 1916 bis 1944/-45 noch nachweislich im Einsatz stand und in einem Umfang weltweit verbreitet war, wie nur wenige Waffensysteme vor und nach ihm – außer vielleicht den Sturmgewehren der Kalashnikow-Reihe.

Angesichts des technischen Fortschrittes während dieser Zeit stellt dieses eine beachtliche Leistung dar, auch wenn er nach Ende des Westfeldzuges 1940 von deutscher Seite hauptsächlich nur noch zu Sicherungsaufgaben und als Absetzwagen von Panzerzügen eingesetzt wurde. Obwohl im 1. Weltkrieg konstruiert und hier in großen Mengen sowohl von den Alliierten und ihren Verbündeten, als auch in kleinerem Umfang z.B. als deutscher Beutepanzer eingesetzt, war dieses kleine und robuste Fahrzeug nach wenigen Jahren tatsächlich weltweit verbreitet und wurde von so unterschiedlichen Ländern wie Frankreich, Brasilien, China, Japan, Polen, Russland und den USA verwendet, um nur einige zu nennen. Insbesondere in Polen wurden zahlreiche zusätzliche Varianten entwickelt und z.B. 1919 – 1921 im Krieg gegen die damalige Sowjetunion eingesetzt.

Die spanische Armee setzte diese Panzer ohne Infanteriebegleitung in der marokkanischen Wüste ein, wo sie von Berber-Kavallerie angegriffen, geentert (!) und die beiden Besatzungsmitglieder (Fahrer und Kommandant) mit Messer- und Säbelstichen durch die Sichtscharten bekämpft wurden – teilweise erfolgreich.

Von polnischer Seite werden die Angriffe polnischer Kavallerie gegen deutsche Panzerverbände 1939 gerne als anti-polnische Propaganda dargestellt. Dem war nicht so und es fällt heute schwer, sich in jene polnischen Offiziere hineinzuversetzen, welche damals diese selbstmörderischen Kavallerieattacken gegen deutsche Panzer befahlen. Man sollte jedoch auch in Erinnerung behalten, daß den Reitern der marokkanischen Rif-Kabylen zu Beginn der 20-er Jahre in kleinerem Umfang das gelang, woran die polnische Kavallerie 1939 im großen Maßstab scheiterte: Die Bekämpfung und Ausschaltung leichter – überwiegend mit leichten MGs ausgestatteter – Panzerfahrzeuge durch Kavallerie!

Selbst die japanische Armee setzte in der Mandschurei erbeutete Fahrzeuge dieses Typs auf dem chinesischen Kriegsschauplatz ein. Seinen letzten großen Auftritt in den Medien hatte der Renault FT (vorerst) 2003, als US-Truppen noch 2 relativ gut erhaltene Exemplare auf einem Schrottplatz fanden… – in Afghanistan!

Man sieht, ein langlebiges Fahrzeug mit einem interessanten Lebenslauf.

Sein Auftreten im 1. Weltkrieg war gegenüber seinen großen Verbündeten, aber auch gegenüber dem deutschen A7V weit weniger spektakulär, stand er doch meist im Schatten der großen Kampfmaschinen, wie des britischen Mark IV und Mark V, von welchen auch damals schon beeindruckende Fotos und Filmaufnahmen existierten. Zugegeben: Gegen einen A7V oder einen Mark IV, welche sich, aus unzähligen Maschinengewehren und ein oder zwei Kanonen einen wahren Feuerhagel speiend auf die eigenen Stellungen zuwälzten, dabei alles niederwalzten, was sich ihnen entgegenstellte, erschien der kleine Renault eher „niedlich“.

Sogar der deutsche Gegner schien ihn nicht sonderlich zu beachten, waren doch die deutschen Beutepanzerabteilungen, welche den Großteil der kaiserlichen Panzertruppe ausmachten, durchweg mit anderem, schwererem Gerät ausgestattet. Gegen soviel öffentliche Begeisterung über die neuen Wunderwaffen, die „Tanks“, ein Begriff mit welchem zuerst einmal die großen, bedrohlicher wirkenden Kampfmaschinen in Verbindung gebracht wurden, konnte der „kleine“ Renault kaum mithalten – außer in der Praxis des militärischen Alltages:

Obwohl ein wenig beachtetes Panzerfahrzeug, ist der Renault FT-17 dessen ungeachtet als der Urvater der modernen Kampfpanzer anzusehen. Ein direkter Vergleich mit den übrigen, frühen Panzerfahrzeugen seiner Zeit macht die Unterschiede bereits auf den ersten Blick deutlich. Während Fahrzeuge wie der britische Mark IV oder der deutsche Sturmpanzerwagen A7V unbestreitbar imposante Kampfmaschinen darstellten, welche den gegnerischen Infanteristen, für welche der Anblick von Kampfpanzern etwas vollkommen Neues und Ungewohntes war, einen erheblichen moralischen Schlag versetzten wenn sie sich langsam auf deren Stellungen zu bewegten, zeigt der Renault FT-17 bereits alle Merkmale moderne Kampfpanzer. Die markantesten Beispiele waren:

  • Ein um 360° drehbarer Gefechtsturm auf der Oberwanne des Fahrzeuges.
    Im Gegensatz hierzu führten die anderen Kampfpanzer zu dieser Zeit ihre Bewaffnung entweder in Kasematten in der Wanne, wie die britischen Mark I – V, der deutsche Sturmpanzerwagen A7V oder die französischen Char d’Assaut Schneider CA und Saint-Chamond-Panzer. Lediglich bei einigen Radpanzerfahrzeugen gab es bereits Drehtürme.
     
  • 2 an den Außenseiten der Wanne angebrachte Kettenlaufwerke. Zum Vergleich hierzu der deutsche A7V, dessen 4 Laufwerke sich unter der Wanne befanden.
     
  • Die im vorderen Wannenbereich befindliche Fahrerposition, welche z.B. beim deutschen A7V mittig positioniert war.
     

Der kleine Renault setzte sich langfristig durch und obwohl im 1. Weltkrieg nahezu zeitgleich mit seinen „großen“ Alliierten und Kontrahenten auf dem Gefechtsfeld erschienen, stand er im Gegensatz zu diesen bis zum Ende des 2.Weltkrieges im Einsatz

Die militärischen Einsätze dieses Panzers und seiner zahlreichen Varianten sind Jahrzehntelang in allen Ecken der Welt dokumentiert. Von der Westfront des ersten Weltkrieges über den russischen Bürgerkrieg, den russisch-polnischen Krieg bis zu Einsätzen in der Mandschurei, in Nordafrika und an anderen Orten, kam er vor dem 2. Weltkrieg zum Einsatz. Obgleich im 2. Weltkrieg bereits technisch veraltet, erlebten zahlreiche Exemplare diesen noch bis zu seinem Ende.

Frankreich setzte den Renault FT nicht nur im 1. Weltkrieg in großen Mengen ein, wo z.B. während der Kämpfe um Soissons 1918 allein rd. 480 Fahrzeuge eingesetzt worden sein sollen. Obwohl technisch veraltet waren zu Beginn des 2. Weltkrieges je nach Quellenangabe (angeblich) noch zwischen ca. 1.500 und ca. 2.000 Fahrzeuge aller Versionen in der französischen Armee im Einsatz. Selbst wenn von diesen ein Teil für Ausbildungszwecke abgezogen wird – was jedoch nicht bedeutet, dass diese in den Wirren des Westfeldzuges nicht auch im Kampf eingesetzt worden sein können -, so blieb noch eine erhebliche Anzahl in den aktiven Verbänden. Darüber hinaus sollen einige Fahrzeuge in Französisch-Indochina in den Standorten Saigon und Hanoi stationiert gewesen sein.

Ende 1942, während der Operation „Torch“, der US-amerikanischen Landung in Nordafrika sollen die französischen Vichy-Truppen 7 FT-17 zur Abwehr eingesetzt haben. Dabei sollen 3 von ihnen während der Kampfhandlungen durch amerikanische „Stuart“-Panzer zerstört wurden sein.

Zu den bekanntesten Nutzern der FT-17-Panzer gehörte Polen, welche diese im Polnisch-Russischen Krieg von 1919 bis 1920 eingesetzt hat. Von den angeblich 174 Panzern der polnischen Armee sollen zu Beginn des 2. Weltkrieges je nach Quelle noch 102, bzw. 104 Stück einsatzbereit gewesen sein, wobei ein Teil als Panzerdraisinen eingesetzt wurde oder Panzerzügen in Form von Absetzwagen unterstellt war. Eine Einsatzform, welche später von der Deutschen Wehrmacht fortgeführt wurde.

Die polnische Armee verfügte nicht nur über die 3 bekanntesten Varianten, d.h. die Versionen mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG, der 37-mm-Puteaux-Kanone und die TSF-Führungsversion, sondern nahm selbst auch Umbauten an den Fahrzeugen vor. So sollen zahlreiche Fahrzeuge anstelle des Hotchkiss-MGs mit einem 7.9-mm-wz.25-MG ausgerüstet worden sein. Darüber hinaus gab es einen Nebelgenerator auf FT-17-Basis, umfangreiche Versuche mit anderen Panzerketten und einem geänderten Turm zur Aufnahme eines Browning-MGs, welches koaxial mit der Bordkanone verbunden sein sollte. Wie die gleichzeitige Bedienung der Bordkanone und des MGs in dem engen Turm durch den Kommandanten im Einsatz erfolgen sollte, ist mir jedoch rätselhaft.

Eine Frage welche ich mir auch bei der russischen Variante M17 stelle, wo sich der Kommandant den wenigen Platz im Turm gleichfalls mit einer Kanone und mit einem MG teilen und diese auch noch im Kampf bedienen sollte.

Nach der Beendigung des Polen- und des Westfeldzuges befanden sich erhebliche Mengen an FT-Panzern der verschiedensten Typen im Beutegut der deutschen Truppen. Auch wenn die gerade beendeten Kämpfe bewiesen hatten, dass der Renault FT auf dem modernen Gefechtsfeld seiner Rolle nicht mehr gerecht werden konnte, so wäre es dennoch eine Verschwendung von Resourcen gewesen, die erbeuteten Fahrzeuge nicht weiter zu verwenden. Zugegeben, der Renault FT war zu diesem Zeitpunkt technisch überholt und es war unübersehbar, dass er anderen, moderneren Kampfpanzern im direkten Vergleich nicht mehr im entferntesten gewachsen war. Selbst für die Bekämpfung von Infanterie gab es zwischenzeitlich besseres Gerät, nur leider auch hiervon viel zu wenig.

Hollywood mag das Bild einer Wehrmacht geprägt haben, welche nur aus Panzern und Schützenpanzern bestand. Leider entsprach dieses Bild zu keinem Zeitpunkt der Realität. Noch bis Kriegsende war das bei den deutschen Truppen vorherrschende Transportmittel das Pferd. Sicherlich gab es zahlreiche vollmotorisierte und –mechanisierte Truppenteile, doch stellten diese nur einen kleinen Teil des deutschen Heeres dar, auch wenn die deutsche Propaganda es gerne anders suggerierte. Die Masse der umfangreichen Trosse, der Artillerie und vieler anderer Truppenteile waren bespannt – was mit zunehmender Kriegsdauer und sich verschärfender Treibstoffknappheit der deutschen Truppen noch nicht einmal immer von Nachteil war. Sogar Reiter-, bzw. Kavallerieeinheiten und –verbände waren bis zu den letzten Kriegstagen im Einsatz, wie übrigens auch bei vielen anderen kriegführenden Staaten.

Es war daher kein Wunder das die erhebliche Menge an Beutefahrzeugen eine weitere Nutzung nahe liegend machte. Besser ein alter Panzer, als keiner und so fand dieses kleine Kampffahrzeug eine Wiederauferstehung auf Seiten seiner einstigen Gegner.

Zwar wurden keine großen Panzerverbände mit ihm ausgestattet – obwohl die Anzahl der Beutefahrzeuge dieses in einem gewissen Umfang gestattet hätte – aber der kleine Renault kam überall dort zum Einsatz, wo die deutsche Heeresrüstung keine der viel zu wenigen eigenen Panzer oder Sturmgeschütze abgeben wollte oder konnte. Als „Lückenbüßer“ schien er noch ausreichend geeignet. Sein neues Aufgabenspektrum war außerordentlich vielfältig, galt es doch eine riesige Landmasse in den besetzten Ländern hinter der Front zu sichern. Und hierbei war nicht jede Widerstandsbewegung so rücksichtsvoll, erst gegen Kriegsende, als nichts mehr zu verlieren war, loszuschlagen.

Mit zu den letzten bekannten Einsätzen gehört der Einsatz deutscher Beutefahrzeuge 1944 im besetzten Paris. Im April 1945 zum Einsatz gegen britische Truppen bereitgestellte FT-17 Panzer kamen dagegen nicht mehr zum Kampfeinsatz, da die Fahrzeugbesatzungen ihre Fahrzeuge einsatzbereit „aufgaben“ (wobei ich mir nicht sicher bin, ob hiermit nicht politisch-korrekt „Desertation“ gemeint ist).

Trotz dieses langen und interessanten Lebenslaufes gibt es im kleinen Maßstab nur wenige Modelle dieses Fahrzeuges. Neben einer Vielzahl verschiedener Varianten von RPM, bzw. Mirage sind insbesondere die beiden „Bausätze“ von Hät bekannt. Manche werden vielleicht die Nase rümpfen, da es „nur“ Wargaming-Modelle sind. Dennoch bin ich der Meinung, daß diese Modelle durchaus Potential beinhalten und ihre Vorteile haben.

Hät bietet derzeit 2 Versionen im Doppelpack an:

  • Jene mit dem Hotchkiss Mle 1914-MG und eckigem Gefechtsturm
  • und jene mit der 37-mm-Bordkanone und rundem Gefechtsturm

Bei rd. einem Dutzend Teilen mögen manche über den Begriff Bausatz spotten, dennoch haben diese einige Vorteile.

Der Bausatz der Version mit der 37-mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Der Bausatz der Version mit der 37-mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Der Bausatz der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Der Bausatz der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Das gefällt:

  • Das Laufwerk (ein typischer Mangel dieser Bausatzart) ist ausreichend gut detailliert, weitgehend Originalgetreu (was bei diesen „Fast-Assembly“- und „Snap-together“-Bausätzen ein Novum ist!) und in einem Stück gegossen.
    Das Laufwerk des FT-17 von HaT: in einem Stück gegossen.

    Das Laufwerk des FT-17 von HaT: in einem Stück gegossen.

  • Die Nieten sind prächtig wiedergegeben.
    Die Nieten aúf der Panzerwanne des FT-17 von HaT.

    Die Nieten aúf der Panzerwanne des FT-17 von HaT.

Der Geschützturm der Version mit der 37-mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Der Geschützturm der Version mit der 37-mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Der Geschützturm der Version mit der 37-mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Der Geschützturm der Version mit der 37-mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Der Geschützturm der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Der Geschützturm der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Der Geschützturm der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Der Geschützturm der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Fast Assembly

Die durchschnittliche „Bauzeit“ ist rekordverdächtig und somit auch für Einsteiger in das Hobby (ich mag das Wort „Anfänger“ nicht), für Kinder (welche schnelle Ergebnisse sehen und nicht 3 Monate lang mit 1.837 Teilen kämpfen wollen), sowie für das Basteln zwischendurch in der Pause, der Straßenbahn, oder dem Bus geeignet.

Die Bauanleitung der Version mit der 37mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Die Bauanleitung der Version mit der 37mm-Puteaux-Kanone (Haet 8113)

Die Bauanleitung der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Die Bauanleitung der Version mit dem 8-mm-Hotchkiss-MG (Haet 8114)

Der Preis ist unschlagbar: 2 Modelle pro Packung i.d.R. für unter 10 Euro. Damit kann man leben und darüber hinwegsehen, dass keine Decals dabei sind. Wer merkwürdigerweise keine mehr in der Grabbelkiste hat, findet bei dem niederländischen Kleinserienhersteller „Black Lion Decals“. Genug Auswahl – Beutefahrzeuge und exotische Versionen inklusive. Ansonsten: Übermäßig viele Markierungen hatte der FT selten. Ein Balkenkreuz, roter Stern oder die japanische Flagge aus irgendeinem Flugzeugbausatz (wenn überhaupt!), je nach Version evtl. ein einfaches taktisches Zeichen aus Zahlen oder Buchstaben und schlimmstenfalls noch einen Namen – Fettich.

Die Fahrzeuge waren zwar oft mit interessanten Anstrichen versehen, aber Platz für umfangreiche Dekorierungen besaßen sie leider nicht. Auch eigneten sich der MG-Lauf oder die kurze 37-mm-Bordkanone nicht für lange Reihen von Abschussringen. 

Man sieht, aus dem Fahrzeug lässt sich einiges an Varianten herausholen und so ist das kleine Kerlchen einer meiner besonderen Lieblinge geworden.

Wem das nicht reicht und die RPM-/Mirage-Bausätze zu teuer sind, kann mit sehr wenig Eigenarbeit einiges an Umbauten gestalten. Angefangen von der – nach dem „Fahrschul-Wiesel“ der Bundeswehr – hässlichsten Telefonzelle der Welt, bzw. der französischen Fernmeldeversion TSF, über andere MGs, als polnischer Nebelleger oder als deutsches Mörserzugmittel im 2. Weltkrieg, Absetzwagen von Panzerzügen, als US-amerikanischer „6-ton“ bis zur französischen Version als Panzerhaubitze mit kurzer 75-mm-Kanone gibt es kaum etwas, was es nicht gab. Und schlimmstenfalls kann man die Panzertürme sehr gut für die unterschiedlichsten Befestigungen des Atlantikwalls verwenden.

Vielleicht sind diese kurzen Zeilen ja für den einen oder anderen ein Anreiz, einmal etwas anderes zu bauen, als den x-ten „Köti“ oder „Leo“?

Bedingt durch das Urheberrecht muss dieser Bericht leider ohne zeitgenössische Fotos, Maßstabszeichnungen oder Abbildungen von Museumsexponaten auskommen, wofür ich um Verständnis bitte.

FM


Sturmis Senf

Anmerkung der pinken Redaktion:
Der Artikel von FrankM ist ja inzwischen nicht mehr ganz so frisch – was auch die Qualität der Fotos belegt – und inzwischen gibt es tatsächlich mehr Modelle im Handel, so z.B. von Flyhawk einen Plastikbausatz in 1/72, als auch Wargaming-Modelle von Early War Miniatures in 1/72 und von Battlefront („Flames of War“) in 15 mm.

So, das Update musste noch sein und jetzt hoffe ich mal, dass uns der liebe FrankM noch lange erhalten und gewogen bleibt und mit seinem frischen Stil und spannenden und ausgefallenen Themen unser Angebot weiterhin genial ergänzt.

Schönes Weekend und fröhliches Basteln und Gamen,

Euer Sturmi


Bildnachweis: © alle FrankM

Über den Autor

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

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