Wingnut Wings AMC DH.2: des Unis neues Steckenpferd

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Da macht man ganz ahnungslos sein WhatsApp auf und dann knallen einem da diese Fotos auf die Augen. Was geht ab? Der Uni Lee, unser Dr. PhotoEtched, ist gerade dabei seinen neuesten Vogel flügge zu kriegen. Gestern abend hatte er mir ein paar Shots vom aktuellen Stand rübergebeamt und es hat mir beim Anblick vor Begeisterung die Schuhe ausgezogen.

Wingnut Wings AMC DH.2

Was ist der natürliche Feind der Fokker E.III? Richtig! Und genau die hat sich der Uni ausgesucht, seinen ständig vorhandenen Basteldrang abzuarbeiten. Im Oktober 2012 kam das Modell der DH.2 bei Wingnut Wings raus und war dann schon im August 2016 ausverkauft. Wohl dem, der rechtzeitig zugeschlagen hat. Uni gefielen die Decal Sets für fünf Flugzeugvarianten und – natürlich!!! – die 6 PhotoEtched „Detail Parts“. Der Gnome Monosoupape Motor besteht alleine schon aus 17 Teilen und als Uni mir das erzählt, leuchten seine Augen. Er weiß noch nicht, ob er die 2- oder 4-Blatt-Propeller montieren soll. Na, er wird sich sicher noch entscheiden können… Momentan ist er dem mit Schwärmen und den Basiarbeiten beschäftigt. Hört ihr ihn? „Die Instrumententafel… das Fahrwerk… die Querruderhilfsklappe… der Stauraum für die Munition…“

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte der Aircraft Manufacturing Company de Havilland 2

Der Prototyp der AMC DH.2 ( exakt: Aircraft Manufacturing Company de Havilland 2 ) flog zum ersten Mal im Juni 2915. Ein denkwürdiger Moment. Schon im späten Juli gings an die Front, man hatte es offenbar sehr eilig. Die Deutschen hatten es auch recht eilig, denn sie erbeuteten bereits im frühen August ihr erstes eigenes Exemplar der Novität „AMC DH.2“. Man ließ sich davon aber nicht abschrecken und setzte die Entwicklung fort. Die Serienproduktion begann im Nobember des gleichen Jahres. Die 24. Squadron wurde vollständig mit der DH.2 ausstaffiert, als sie im Februar 1916 in Frankreich ankam.

Man hatte sie bereits sehnlichst erwartet, denn nun fingen sie an, gemeinsam mit den FE.2b und French Nieuport 11 die bereits sechs lange Monate andauernde „Fokker-Plage“ zu beenden. Die DH.2 war ziemlich gleich motorisiert wie die Fokker E.II und Fokker E.III. Die wurde von Anfang an auf Manövrierbarkeit getrimmt und die ab dem Zeitpunkt ihres Erscheinens nur noch öden Eindecker machten im Luftkampf keinen Stich mehr. Es dauerte immerhin bis Juli / August 1916 bis die mit dem Zwillings-MG 08 „Spandau“ bewaffneten Doppeldecker Halberstadt, Fokker and Albatros D die Luftüberlegenheit wieder für die Deutschen zurückgewannen. Im Zeitraum Juni bis Juli 1917 wurden die de Havilland 2 im Frontdienst durch die Nieuport 17 und DH.5 ersetzt. Ab da schoben sie DH.2 Dienst im mittleren Osten bis ins Jahr 1918.

Schulterblick auf Uni Lees Arbeiten

Nach diesem kleinen, trockenen Ausflug in die Geschichte der AMC DH.2 wird es Zeit für ein wenig Farbe. Bitte sehr. Ich erzähle nicht viel zu den Bildern. Ich denke, sie sprechen alle für sich. Mehr Fotos gibnts, sobald WhatsApp wieder welche ausspuckt.

Dem Uni wünsche ich weiterhin viel Spaß beim Schrauben (wollte sagen: Kleben) und mir wünsche ich regelmäßige Fotos von ihm via WhatsApp!

Best

Sturmi

Das Cockpit und der MG-Stand der Wingnut Wings AMC DH.2

Das Cockpit und der MG-Stand der Wingnut Wings AMC DH.2

Das Leitwerk der Wingnut Wings AMC DH.2

Das Leitwerk der Wingnut Wings AMC DH.2

Der Rumpf der Wingnut Wings AMC DH.2

Der Rumpf der Wingnut Wings AMC DH.2

Die Wingnut Wings AMC DH.2 beim Trocknen

Die Wingnut Wings AMC DH.2 beim Trocknen

Das filigrane Fahrwerk der Wingnut Wings AMC DH.2

Das filigrane Fahrwerk der Wingnut Wings AMC DH.2

Der Rumpf der Wingnut Wings AMC DH.2 beim "Werden".

Der Rumpf der Wingnut Wings AMC DH.2 beim „Werden“.

Die Tragflächen der Wingnut Wings AMC DH.2

Die Tragflächen der Wingnut Wings AMC DH.2


Bildnachweis: © alle Uni Seung Lee



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Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das Spielsystem "Behind-Omaha", er ist jedoch nicht festgelegt.

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