Sumpf, die Zweite

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Die Sache mit der Base-Gestaltung „Sumpf“ hat mich schon ein wenig gepackt. Beim letzten Durchlauf war ich mit den Resultaten zwar zufrieden, aber ich wollte dann doch nochmal eine andere Variante ausprobieren. Wie, wenn man die Figur nicht entlang eines Morasts, sondern direkt über eine vom Wasser überflutete Fläche gehen lässt?

Sumpf & Morast

Die "Regulars" der 13. Die wollte ich in gewohnter Weise einkleiden.

Die „Regulars“ der 13. Die wollte ich in gewohnter Weise einkleiden.
 
Hier die vier Kandidaten für die Sumpf-Aktion. Hier die vier Kandidaten für die Sumpf-Aktion.

Zum Einen war es der Wunsch, das Thema Sumpf nochmal weiter auszuleuchten. Zum Anderen hatten sich nochmals 13 britische Fallies angefunden, die ich meinen sechs „Bataillonen“ einverleiben wollte. Die Fallies stammten aus verschiedenen Beifängen von Auktionen aus der Bucht und kamen frisch aus der Entfärbung / Säuberung.

Für die Sumpfaktion nahm ich mir vier der 13 Minis vor. Wenn es schief geht, so sagte ich mir, ist nicht viel verloren. Wenn es gut wird, hat man mit den Vieren vielleicht ein paar interessante Varianten durchgespielt und kann das Schema auf eine größere Menge an Minis übertragen.

Die ersten Schritte der Bearbeitung beinhalteten jetzt wenig Neues. So will ich diese Steps überspringen. Wer sich für Details interessiert, kann eine schrittweise Anleitung zum Bemalen der britischen Fallschirmjäger in den vorigen Artikeln nachlesen. Hier der Zwischenstand, auf dem ich dann zwecks Sumpfversuch neu ansetzte.

Zwei Sanitäter und zwei Funker der British Paratroopers, die ich übrigens dem Airfix Set entnommen habe.

Zwei Sanitäter und zwei Funker der British Paratroopers, die ich übrigens dem Airfix Set entnommen habe.

Hier fünf Schützen der Paratroopers. Ausführung in gewohnter Weise.

Hier fünf Schützen der Paratroopers. Ausführung in gewohnter Weise.

Diese vier Kandidaten habe ich für meinen Feldversuch in Sachen Sumpf herangezogen.

Diese vier Kandidaten habe ich für meinen Feldversuch in Sachen Sumpf herangezogen.

Vorbereitung der Base

Die Basen der vier Minis soll die Wasseroberfläche eines Sumpfgebiets darstellen. Nicht tief, aber eben mit einer Schicht Wasser überzogen. Dazu bereitete ich die Base der vier Minis vor, indem ich mit Strukturpaste eine plane Oberfläche in Höhe der Stiefelsohlen der Figur schuf. Die Strukturpaste lässt das Ausformen mit dem Messer oder dem Spachtel grundsätzlich sehr gut zu. Dennoch muss man damit rechnen, dass sich beim Austrocknen der Masse über Nacht die Randbereiche der Masse stärker absenken als das Zentrum. In diesem Fall muss man nochmals etwas Strukturpaste auftragen und erneut den Trocknungsvorgang abwarten.

Erster Auftrag von Strichen in "Holzbraun".

Erster Auftrag von Strichen in „Holzbraun“.
 
Zweiter Auftrag von Strichen in "Beige". Zweiter Auftrag von Strichen in „Beige“.
 
Dritter Auftrag von Strichen in dunklem "Lederbraun". Dritter Auftrag von Strichen in dunklem „Lederbraun“.
 
Überziehen der Base mit einem unregelmäßigen und kleinteiligen Strichmuster in "Lederbraun". Überziehen der Base mit einem unregelmäßigen und kleinteiligen Strichmuster in „Lederbraun“.
 
Auftrag der dunkelgrünen Lasur. Auftrag der dunkelgrünen Lasur.

Nachdem ich eine plane Oberfläche der Base erreicht habe, überziehe ich die plane, aber rauhe Oberfläche der Base noch mit einer Schicht Ponal. Nach dem Austrocknen der Leimschicht ist die Oberfläche fast völlig glatt. Dies ist dann eine gute Voraussetzung für den Auftrag der Farbschichten für die Gestaltung der „Sumpf-Base“.

Die Base überziehe ich nun zunächst mit schlichtem Schwarz. Die Base soll später sehr dunkel wirken und so Tiefe ausstrahlen.

Auf die schwarze Fläche trage ich nacheinander in drei verschiedenen Farben kurze Striche auf. Die Striche sollen Pflanzen, Äste, anderes Treibgut im Sumpf und Morast darstellen. Die zunächst noch sehr regelmäßigen Formen sollen später nach dem Auftrag weiterer Farbschichten im Gesamtbild weniger dominant wirken.

Die Striche tragen ich in den (Revell-)Farben Holzbraun, Beige (das gelbliche) und Lederbraun auf. Ein wenig sieht es jetzt wie bunte Schokostreusel auf Nutella aus. Das ist natürlich noch nicht sumpflike. Deswegen folgt nun der nächste Bearbeitungsschritt.

Mit der Farbe Holzbraun trockenbürste ich etwas über die entstandene Oberfläche. Die Farbe am Pinsel ist nicht völlig trocken, wodurch viele kleine und unregelmäßige Strichstrukturen entstehen. Nach Abschluss dieses Steps wirkt das Ganze schon etwas diffuser und ein wenig sumpfliker.

Jetzt gehe ich noch an das durchscheinende Schwarz der Oberfläche. Natürlich ist das Schwarz wichtig für das „Dunkle“. Dennoch braucht es Grüntöne im Gesamtbild. Dazu trage ich das „68er“ Dunkelgrün als Lasur auf die Base auf.

Die Strichstrukturen wirken jetzt bereits wie vom Wasser bedeckt und überspült. Da bin ich doch recht zufrieden. Ich hatte es mir ausgemalt, dass es in etwa so werden würde, aber man ist ja doch immer ein wenig verunsichert, ab die Farben halten, was man sich von ihnen verspricht und erwartet.

Camouflage Netting von Javis Scenics

Diese Box von Javis Scenics kam mir gerade recht.

Diese Box von Javis Scenics kam mir gerade recht.
 
Hier ein Beutel mit dunklerem Laub. Hier ein Beutel mit dunklerem Laub.
 
Für dieses hellere Laub musste man natürlich eine zweite Box erstehen. Für dieses hellere Laub musste man natürlich eine zweite Box erstehen.

Vor Kurzem hatte ich schon mal im Fantasyladen nach Laub gestöbert. Man hatte einen britischen Hersteller auf Lager, der kleine Blättchen (cirka 1-2 mm Durchmsser, unregelmäßige Formen) anbietet.

Man muss allerdings eimmer gleich noch ein bisle was mitkaufen, da es das Blattwerk alleine nicht gibt. Sei’s drum.

Eine Box kostet knapp vier Euro, wenn ich mich recht entsinne. Zwei Laubfarben brauchte ich, also erstand ich zwei Boxen davon. Jetzt sollten sie zum Einsatz kommen.

Das Laub (wenige Blätter davon) klebte ich auf die bis jetzt entstandene und mit glänzendem Klarlack überzogene Base. Die Bätter stechen durch ihre Mattheit von der glänzenden Oberfläche ab.

Ich finde, das macht die Base noch ein Stück interessanter. Die Blätter sind etwas weniger als fussgroß – gemessen an der Figur. Es ist ein wenig viel, aber das Auge genießt die unregelmäßigen Konturen der Blätter und die unregelmäßigen Farben derselben.

Die optische Wirkung der Laub-Blättchen inspiriert mich gleich zu weiteren Versuchen. Diese unterlase ich aber, da ich zunächst das Sumpfprojekt abschließen möchte.

Hier das Endresultat.

Der Sumpf. Links mit den dunkleren Blättern bestückt. Rechts kamen die helleren Blätter zum Einsatz.

Der Sumpf. Links mit den dunkleren Blättern bestückt. Rechts kamen die helleren Blätter zum Einsatz.

Ich will ehrlich sein. Es ist noch nicht ganz das, was ich mit vorgestellt habe. Aber es kommt der Sache schon sehr nahe. Als Nächstes will ich mit Schilf oder Grasbüscheln statt dem Laub operieren. Auch die dunkelgrüne Lasur kann noch etwas stärker aufgetragen werden.

Ob es letztlich besser wird, muss der Versuch zeigen. Da meine Falli-Verbände noch einige Truppen zum Auffüllen brauchen, wird sich jeder Versuch zumindest in dieser Hinsicht zielführend auswirken.

Für heute wars das, ihr Lieben.

Stay tuned!

Sturmi


Bildnachweis: © alle schwarzer.de

Über den Autor

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

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