„Roter Oktober“ #9: Wer andern eine Grube gräbt…

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Braucht eine Fertigungshalle unbedingt eine Grube zur Inspektion der Tanks von unten? Nein, braucht sie nicht. Kriegt sie aber! Die Fertigungshalle wird auch mal zur Reparatur von Fahrzeugen verwendet werden. Da ist das sicher eine sinnvolle Sache.

Eine Grube für die Maschinenhalle

Einfach mal auf die Grube fahren und die Jungs vom Technik-Team paar Schrauben checken lassen. In der Zeit kann man gechillt nen Kaffee schlürfen und dann geht es wieder raus und ab ins Gefecht. Na, ganz so lässig wird der Alltag in frontnahen russischen Fabriken nicht gewesen sein. Aber man kann die Welt ja mal ein wenig schöner malen, als sie ist.

Innenspachtel für die Hallenbodenoberfläche

Auf der PBI-Spielplatte „Roter Oktober“ geht es jetzt wieder ein Stück weiter. Die Beschichtung des Hallenbodens steht an. Der Hallenboden besteht aus einer 4mm-Platte Trittschalldämmung. Trittschalldämmung besitzt eine recht ungehärtete Oberfläche. Da macht es Sinn, ein wenig Stabilität aufzubringen. Dies setze ich mit Innenspachtel aus dem Baumarkt um. Einfachste Qualität tut es. Der Vorteil der Innenspachtel ist auch, dass der Boden eine unregelmäßige Struktur bekommt, die bei geschicktem Bemalen oberfein aussehen dürfte.

Doch bevor die Spachtelei losgeht, kommen erstmal die Inspektionsgruben dran. Schließlich sollen die später auch mit Innenspachtel verkleidet werden.

Bau der Inspektionsgrube(n)

Insgesamt zwei Gruben sehe ich vor. Von der Länge her sollen die Gruben jeweils ein Fahrzeug ( T-34, KV-I/II, T-60, T-70 ) über sich aufnehmen können. Die Typenauswahl bestimmt die erforderlichen Dimensionen der Inspektionsgrube. Die T-60 / T-70 würden natürlich auch mit einer kleineren Grube auskommen, aber die größeren Dickbleche wollen ja auch mal das Day-Spa besuchen.

„Roter Oktober“ wird bei dem einen oder anderen Szenario auf deutschem Boden zu stehen kommen. In diesem Fall werden dann auch deutsche Panzer I – VI auf die Inspektionsgrube rollen. Die sollten da von der Größe her problemlos drauf passen. Lediglich für die Königstiger wird der Seitenabstand zur Hallenwand ein wenig breiter ausfallen müssen, was ich jetzt schon berücksichtigen werde.

Noch ein Parameter: die Grube wird einigen Truppen auch als Schützengraben dienen. Von daher muss die Grube eine Mindestbreite aufweisen, die eine Base ( 2-Cent-Stück ) aufnehmen kann. Somit muss die Grube eine lichte Weite von 20mm aufweisen.

Hier mal ein paar Fotos vom Baufortschritt. Die roten Linien geben die angerissene Kontur der Seitenwände der Inspektionsgrube vor.

Probehocken: eine Figurenbase ( 2-Cent-Stück ) muss später in die Inspektionsgrube passen.

Probehocken: eine Figurenbase ( 2-Cent-Stück ) muss später in die Inspektionsgrube passen.

Der T-70 schafft es mit Ach und Krach, auf der Inspektionsgrube Platz zu nehmen.

Der T-70 schafft es mit Ach und Krach, auf der Inspektionsgrube Platz zu nehmen.

Sein großer Bruder, der T-34/76 hat es da einfacher.

Sein großer Bruder, der T-34/76 hat es da einfacher.

Der KW-1 schließlich macht sich genüßlich breit.

Der KW-1 schließlich macht sich genüßlich breit.

Die Konturen der Grube schneide ich mit einem Skalpell an. Später wird die Grube mit dem Styrodurschneider von Proxxon ausgeschnitten.

Die Konturen der Grube schneide ich mit einem Skalpell an. Später wird die Grube mit dem Styrodurschneider von Proxxon ausgeschnitten.

Der erste Grenadier hat die Grube bereits zum Schützengraben gemacht. Zwischen Base und Grubenwand ist noch hinreichend Platz.

Der erste Grenadier hat die Grube bereits zum Schützengraben gemacht. Zwischen Base und Grubenwand ist noch hinreichend Platz.

Auch der T-34 kann einem Probehocken nicht widerstehen. Wie man sieht, passt es noch. Die zu verstauende Figurenbase hat die Grube mit 20mm Bfeite doch recht voluminös werden lassen.

Auch der T-34 kann einem Probehocken nicht widerstehen. Wie man sieht, passt es noch. Die zu verstauende Figurenbase hat die Grube mit 20mm Bfeite doch recht voluminös werden lassen.

Für den T-70 wird es eng - geht aber auch noch. Breiter hätte man die Inspektionsgrube nicht anlegen dürfen.

Für den T-70 wird es eng – geht aber auch noch. Breiter hätte man die Inspektionsgrube nicht anlegen dürfen.

Hier die beiden Gruben nach Abschluss der Aushubarbeiten.

Hier die beiden Gruben nach Abschluss der Aushubarbeiten.

Aushub

Die Inspektionsgruben wurden schließlich mit dem Proxxon-Styrodurschneider geschnitten. Die Vertiefung wurde quaderförmig angelegt. Natürlich sollen Treppen den Zugang ermöglichen, aber das kommt später in einem eigenen Arbeitsvorgang hinzu.

Wie tief sind die Inspektionsgruben? 15mm habe ich vorgesehen. Da kann ein Infanterist oben noch heraussehen und seinen Karabiner benutzen. Die Tiefe lasse ich über das Biegen des Schneidedrahtes des Proxxonschneiders einfließen. Ein erstes Nachmessen hat ergeben, dass die Zieltiefe recht genau erreicht wurde.

Soviel erstmal für heute. In Kürze geht es weiter.

Stay tuned!

Sturmi


Bildnachweis: © alle schwarzer.de



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Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das Spielsystem "Behind-Omaha", er ist jedoch nicht festgelegt.

2 Kommentare

  1. Tiefe so einer Grube:

    Otto Schlosser/Iwan Maschinik muss nicht dauerned den Kopf einziehen, aber gut nach oben sehen und das Fahrzeug ohne Mühen anfassen können.

    Mit der Bodenfreiheit der Stahlmonster über dem Hallenniveau mag so 1,50 hinkommen.

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