Roter Oktober #35: Sumpfiger See (Teil 1)

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Bei einem Spaziergang in den Niederungen des Rheins gelangte ich an einen sumpfigen See. Die Wasseroberfläche war über und über mit Wasserlinsen bedeckt. Ein anderer Tümpel wies auf der Wasseroberfläche unterschiedlichfarbige Schlieren auf. Das Ufer war von langhalmigem, saftigem Gras überwuchert, weiter oben wuchsen Sträucher und Bäume. Im Wasser trieben still Stämme toter Bäume. Diese morbiden Gewässer nahm ich damals als Bauvorhaben mit (die innere Stimme sagte „Mach es zu deinem Projekt!“), nicht ahnend, dass es schon bald in Shturmigrad eine Gelegenheit zur Umsetzung meines Wunschs geben sollte.

Der kleine Sumpf für zwischendurch

Auf einem der Landschaftssegmente der PBI-Shturmigrad-Spielplatte wollte ich einen sumpfigen See anlegen. Er sollte einige der von mir beobachteten und oben beschriebenen Merkmale aufweisen sollte. Da ich bislang noch keine derartigen Gewässer fabriziert hatte, ging ich eher ergebnisoffen an das Unterfangen heran.

Beide Vorbildgewässer lagen nicht ebenerdig, sondern waren gegenüber ihrem Ufer etwa ein bis zwei Meter tiefer gelegen. Für die Landschaftssegmentplatte war das einfach zu realisieren. Ich schnitt aus der Styrodurplatte einfach ein bohnenförmiges Stück heraus. Die Tiefe der Aushöhlung betrug etwa 10mm. So verblieb unten drunter hinreichend Material, welches dem Segment weiterhin die nötige Stabilität verschaffen können dürfte.

Als glatte Wasseroberfläche schnitt ich aus einem Stück Plasticsheet eine ähnliche Form wie kede des Gewässers, allerdings von geringerem Durchmesser. Diese legte ich probehalber in den See ein, passte ihre Kontur an, bis das Stück Plasticsheet als Wasseroberfläche stimmig wirkte.

Der Sumpfknochen... Das etwa 1mm dicke Plasticsheet sorgt für eine plane Oberfläche, welche später als Wasseroberfläche herhalten kann..

Der Sumpfknochen… Das etwa 1mm dicke Plasticsheet sorgt für eine plane Oberfläche, welche später als Wasseroberfläche herhalten kann..

Befestigen der Wasseroberfläche auf dem Wasser

Zum Befestigen der Wasseroberfläche verfüllte ich die darunter befindliche Kammer mit Innenspachtel, in welchen ich das Stück Plasticsheet drückte. Nach dem Aushärten des Innenspachtel waren See und Wasseroberfläche nicht mehr zu trennen. So will es auch die Natur!

Die Wasseroberfläche aus Plasticsheet drücke ich auf diesen Unterbau aus Innenspachtel. Der Pamps hält die Wasseroberfläche auf der Ausschachtung.

Die Wasseroberfläche aus Plasticsheet drücke ich auf diesen Unterbau aus Innenspachtel. Der Pamps hält die Wasseroberfläche auf der Ausschachtung.

Hier ist die Wasseroberfläche aus Plasticsheet in den sumpfigen Teich eingesetzt. Die Böschung führt auf ein etwa 10 Millimeter tieferes Niveau.

Hier ist die Wasseroberfläche aus Plasticsheet in den sumpfigen Teich eingesetzt. Die Böschung führt auf ein etwa 10 Millimeter tieferes Niveau.

Strukturpaste für das Erdreich

Die übrige Oberfläche des Landschaftssegments betupfte ich flächendeckend mit Strukturpaste. Damit war schließlich das gesamte Landschaftssegment mit einer Schicht Strukturpaste überzogen. Jetzt war Trocknen angesagt.

Alle Landschaftssegmente und Laandschaftsmodule erhalten einen Überzug mit Strukturpaste - allerdings nur dort, wo die Erdoberfläche körnig sichtbar werden soll.

Alle Landschaftssegmente und Laandschaftsmodule erhalten einen Überzug mit Strukturpaste – allerdings nur dort, wo die Erdoberfläche körnig sichtbar werden soll.

Hier das Beispiel des Spielplatten-Moduls mit den Schützenlöchern.

Hier das Beispiel des Spielplatten-Moduls mit den Schützenlöchern.

Die Weiterverarbeitung stand dann anderntags an.

Das Segment mit dem sumpfigen See zeigt die neue Oberfläche um den See. Die Strukturpaste wurde nicht aufgespachtelt und verstrichen. Sie wurde mit dem Pinsel aufgetupft, um eine sehr unruhige Oberflächenstruktur zu ergeben.

Das Segment mit dem sumpfigen See zeigt die neue Oberfläche um den See. Die Strukturpaste wurde nicht aufgespachtelt und verstrichen. Sie wurde mit dem Pinsel aufgetupft, um eine sehr unruhige Oberflächenstruktur zu ergeben.

Detailaufname des Moduls mit dem sumpfigen See

Detailaufname des Moduls mit dem sumpfigen See

Bildnachweis: © alle schwarzer.de



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Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, er ist jedoch nicht festgelegt.

4 Kommentare

  1. So verschlammte Tümpel oder Teiche könnte man bei PBI für die Bewegung wie ein Minenfeld behandeln – wer den entsprechenden Rettungswurf nicht schafft, ist versackt oder steckengeblieben

    http://www.militaria-archive.com/albumsIII/Reserve-Polizei-Battalion-102-b/content/bing/images/large/Res_Pol_Btn_102_363.jpg

    Deckungsmäßig wie ein teilgedecktes Gelände, schließlich ist man ja per Definition im Tümpel in der tiefsten Senke des Bereiches.

    Das Photo oben ist übrigens vom Wolchowabschnitt – dort sieht ohne Panzer damals so aus

    https://1infanteriedivision.files.wordpress.com/2012/04/sinjawino_1942_a.jpg?w=640&h=416

    Willi wollte zumindest mal für eine einschlägige Spielplatte diese Originalphoto nachstellen:

    https://gottmitunsdotnet.files.wordpress.com/2013/03/291arse2volchovpocket1942-041.jpg?w=633&h=460

  2. Hallo Ariovist,
    just am Samstag haben Doncolor und ich ein Game auf der Spielplatte gewagt. Reduziert auf 60x75cm und ausschließlich „Landschaft“. Durch den Tümpel sind wir ohne Fahrzeuge gewatet. Aber dein Vorschlag wäre eine gute Alternatiive gewesen.
    Die Russen haben Samstag übrigens gewonnen. Ungünstig, dass ich die Deutschen gespielt habe. Oder lag es gar daran?
    Best
    Sturmi

    • Rabotsche-krestjanskaja Krasnaja armija darf natürlich nicht zimperlich sein – nicht das man ihr des zum Vorwurf machen würde.W So auf ein paar Stiefelabdrücke auf dem Rücken von Sturmi mehr oder weniger darf weder ihr noch Doncolor ankommen!
      Durchwaten ( wie Partial oder gar Closed Terrain für das Verlassen, aber nur Partial für Deckung? ) aber nix für Fahrzeuge ist natürlich auch eine Lösung.
      Bei dem Matsch, Schlamm, Morast der Wolchowfront würde ich allerdings die Minenfeldvariante vorziehen.
      Ariovist

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