„Roter Oktober“ #23: Begrasung und Begrünung

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Straßen und Gleise sind auf der ergänzenden Spielplatte Shturmigrad fertig. Was nun noch fehlt, ist ein wenig Grün. Ich beginne mit dem Aufbringen von Gras in den Zwischenräumen zwischen Straßen und Gleiskörper.

Begrasung und Begrünung

Die erste und Haupt-Spielplatte ist maßgebend für die Ausgestaltung der ergänzenden Spielplatte. Dies bezieht sich auf das Komplementieren der Schnittstelle auf der ersten Platte. Das bezieht sich ber auch auf den Stil der Begrünung.

  • Grasbewuchs – nicht flächendeckend, jedoch dominierend. Hier setze ich wieder das 6,5mm Streugras aus dem Modellbahnzubehör ein.
  • Minimales Buschwerk – Auch hier greife ich wieder auf Clump Foliage von Woodland Scenics zurück.
  • Dünger – da nehme ich meinen Klassiker: PONAL.

Die Begrünung geht in drei Durchläufen vonstatten. Das rührt vor allem daher, dass mein Vorrat an Streugras ein wenig zur Neige gegangen ist und ich nicht auf die Nachlieferung warten will. So starte ich die Begrasung nur soweit ich die Fläche auch mit Gras ausstatten kann.

Beim Setzen der Büsche probiere ich mal eine Variante. Ich hatte festgestellt, dass das Setzen der Büsche vor dem Streuen des Grases dazu führt, dass der Busch ziemlich mit Gras eingewachsen erscheint und manchmal ein wenig untergeht. Ich versuche es mal zur Abwechslung mit dem nachträglichen Setzen des Buschs auf die fertige Wiese. Das Ergebnis ist angenehm erfrischend. Die Büsche wirken präsenter.

Hier liegt das Gras dick auf den PONAL aufgestreut und per Hand in den Kleber eingedrückt.

Hier liegt das Gras dick auf den PONAL aufgestreut und per Hand in den Kleber eingedrückt.

Der nächste Zwischenraum: Aussparungen beim Ponalisieren lassen den Erdboden später freigelegt und offen.

Der nächste Zwischenraum: Aussparungen beim Ponalisieren lassen den Erdboden später freigelegt und offen.

Hier habe ich noch die "alte" Methode zum Setzen der Büsche angewendet, das Setzen der Büsche aus Clump Foliage von Woodland Scenics vor dem Streuen des Grases.

Hier habe ich noch die „alte“ Methode zum Setzen der Büsche angewendet, das Setzen der Büsche aus Clump Foliage von Woodland Scenics vor dem Streuen des Grases.

Die Büsche sind nun unter dem gestreuten Gras verschwunden.

Die Büsche sind nun unter dem gestreuten Gras verschwunden.

Mit dem Borstenpinsel wird das Gras vorsichtig nach dem gründlichen Trocknen ( 8+ Stunden ) entfernt.

Mit dem Borstenpinsel wird das Gras vorsichtig nach dem gründlichen Trocknen ( 8+ Stunden ) entfernt.

Resultat: Wiese mit Büschen. Urteilt selbst.

Resultat: Wiese mit Büschen. Urteilt selbst.

Das hier war die Fläche am Eck vom ersten Foto.

Das hier war die Fläche am Eck vom ersten Foto.

Noch ne Nahaufnahme von den Steinen. Die kommen tatsächlich so raus, wie ich es mir gewünscht habe.

Noch ne Nahaufnahme von den Steinen. Die kommen tatsächlich so raus, wie ich es mir gewünscht habe.

Die nächste Fläche wird ponalisiert. Rund um die Steine lasse ich oft viel Luft, damit nicht so viel Gras um die Steine gesetzt wird und die Steine sich leichter gegen das Gras durchsetzen können.

Die nächste Fläche wird ponalisiert. Rund um die Steine lasse ich oft viel Luft, damit nicht so viel Gras um die Steine gesetzt wird und die Steine sich leichter gegen das Gras durchsetzen können.

Zwischenstand im Überblick...

Zwischenstand im Überblick…

Die letzte Fläche ist nun auch begrast...

Die letzte Fläche ist nun auch begrast…

Resultat im Überblick nach Entfernung des überschüssigen Grases.

Resultat im Überblick nach Entfernung des überschüssigen Grases.

Detail aus der zuletzt begrasten Fläche am Gleis. Um den Stein wurde bewusst ein Stück Fläche frei gelassen.

Detail aus der zuletzt begrasten Fläche am Gleis. Um den Stein wurde bewusst ein Stück Fläche frei gelassen.

Andere Stelle in der zuletzt begrasten Fläche. Hier wurde bewusst mehr Erdbiden unbegrast gelassen. Wer weiss, was hier noch zu liegen kommt. Maschinenteile? Halbzeuge? Doch paar Kisten?

Andere Stelle in der zuletzt begrasten Fläche. Hier wurde bewusst mehr Erdbiden unbegrast gelassen. Wer weiss, was hier noch zu liegen kommt. Maschinenteile? Halbzeuge? Doch paar Kisten?

Einige Streifen Gras bleiben unbebuscht. Einige Bereiche bleiben auch unbegrast.

Einige Streifen Gras bleiben unbebuscht. Einige Bereiche bleiben auch unbegrast.

Der finale Zustand.

Der finale Zustand.

Das Gras im Sommer

Schon bei der ersten Spielplatte Shturmigrad habe ich das Gras nachbehandelt. Damals brachte ich vorsichtig mit dem Pinsel das leicht gelbliche „314 Beige“ auf die Grashalme auf. Keine Sorge, es geschah nicht halmweise sondern flächendeckend. Es passiert ähnlich dem Trockenbürsten und geht recht zügig.

Die Wirkung ist auch hier sehr angenehme für’s Auge.

  • Die Halme des Streugrases offenbaren bei Sonnengegenlicht ihre Kunststoffnatur. Werden die Halme jedoch mit dem Beige eingefärbt, unterbleibt dieser ( zumindest für meine Augen ) unschöne Eindruck und das Gras wirkt auch bei Gegenlicht „matt“.
  • Gras ist vor allem im Sommer nie nur Grün. Die Spitzen vertrocknen etwas – außer bei englischem Rasen, welcher regelmäßig vom Gärtner gepflegt und gegossen wird. Da ich in Shturmigrad unter der Belegschaft der Maschinenfabrik keinen Gärtner vermute, gehe ich auch hier von dem etwas vertrockneten Gras aus. Die Bemalung der oberen Halmsegmente mit der Beige erwecken den Eindruck von vertrocknetem Gras.
Das Gras wurde hier  noch mit "314 Beige" bemalt. So wirken die Spitzen bei Gegenlicht nicht so plastikartig und auch ein wenig verdorrt, wie es im späten Sommer oftmals der Fall ist.

Das Gras wurde hier noch mit „314 Beige“ bemalt. So wirken die Spitzen bei Gegenlicht nicht so plastikartig und auch ein wenig verdorrt, wie es im späten Sommer oftmals der Fall ist.

Eine weitere Stelle mit bemaltem Gras.

Eine weitere Stelle mit bemaltem Gras.

Das könnte es schon gewesen sein…. ist es aber nicht. Mehr über das, was noch kommt beim nächsten Mal.

Best

Sturmi


Bildnachweis: © alle schwarzer.de



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Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, er ist jedoch nicht festgelegt.

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