PBI oder Wermutstropfen in einem ansonsten tollen Dinner

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Mit XENA verbindet mich nicht nur PBI, aber auch. Kürzlich unterhielten wir uns über das Thema ausführlicher und als wir im Nähkästchen angelangt waren, kamen wir auf einige Punkte zu sprechen, die man anders handhaben könnte. Ich spürte den Ruf nach Hausregeln laut werden. Heute will ich mal das, was XENA mir später dann als Mail mitgab, hier zur Diskussion stellen.

XENAs offener Brief:

Wie verschiedentlich bekannt, spiele ich seit geraumer Zeit PBI, und habe dabei ein gerüttelt Maß an Erfolgen zu verzeichnen. Doch bei aller Liebe zu diesem Spiel, haben sich mit der Zeit immer öfter Regelmechanismen bei mir sehr unbeliebt gemacht. Aus dem Grund werde ich mir eine Hausregel dazu überlegen, die ich auch gerne an alle Interessierten weitergebe. Ich möchte hier nicht dem Trend folgen, Listen und Regeln in einer national gefärbten Sicht zu erstellen, sondern mir unsinnig erscheinende Regeln abzuändern und anzupassen.

Bei meinen vielen PBI Spielen waren es immer wieder die gleichen Dinge, welche mir unangenehm auffielen. Nachfolgend möchte ich diese auflisten, und mit der Zeit genauer beleuchten.

1. Aufklärung

Die Aufklärung bei PBI ist entweder sehr umständlich und langwierig zu spielen – so wie sie im Regelheft beschrieben ist – oder sie geht sehr schnell – Admentment-Regel. Beide sind meiner Meinung nach ziemlich ungenügend und bringen das Wesen der Aufklärung nicht recht zum Tragen. Hauptsächlich regeln sie nämlich nur, wer wieviele Einheiten wann zur Verfügung hat. Der Nachschub an Truppen ist dann eher eine Glücksache. Auch wer wo spielt ist sehr vom Glück abhängig und hat mit der Aufklärung ebenfalls nichts zu tun. So hat ein eingegrabener Verteidiger gute Chancen, dass er gar nicht da eingegraben ist wo er das wollte…, denn der Gegner kann ja ganz einfach mit ein wenig Glück das Spielfeld drehen und so seinen Gegner in eine unvorteilhafte Stellung bringen – und das GANZ OHNE eine Aufklärung, welche den Gewinner der Aufklärung ja bevorteilen sollte.

Weiterhin spielen Aufklärungsfahrzeuge eine untergeordnete bis gar keine Rolle. Der Trend geht klar zu den Schwermetallen wie Tiger, JS-1 oder KV1 oder 2.

2. Sonderfiguren

Ein immer wieder auftretendes Ärgernis ist z.B. der Sanitäter. Er ist zwar beschrieben, einen Punktewert für ihn gibt es aber nicht.

3. Indirektes Feuer

Indirektes Feuer gibt es bei PBI nur in Form des Artillerieschlages. Und auch dem wird meist vorgeschrieben, wann er stattzufinden hat. Granatwerfer schießen im Direktfeuer, anders ist es nicht zu erklären, warum sie zwingend eine Sichtlinie brauchen. Vorgeschobene/Artilleriebeobachter gibt es gar keine.

4. HE-Feuer

Es wird nicht zwischen HE und Wuchtgeschossen unterschieden. Es macht also keinen Unterschied, ob ein Pz.II oder ein Sturmtiger auf ein Haus feuert. Beim ersteren wäre ein Loch in der Wand.., beim zweiten ein riesiges Loch im Boden, in welches man ein Haus stellen könnte….

5.Sicht

Im Prinzip wird überall fast Alles gesehen. Getarnte Einheiten gibt es nicht. Ein Infanterist in einem Schützenloch wird genauso gesehen, wie ein offen dastehender Kampfpanzer oder eine getarnte Pak. Nur das Feld in dem das betreffende Modell steht zählt… Das ist zwar einfach…, aber unbefriedigend.

6. Gebäude

Es werden keine Gebäudearten unterschieden. Ebenso gibt es keine Bunker.

– wird fortgesetzt –

XENA


Bildnachweis: © alle schwarzer.de

Über XENA

XENA ist ebenso leidenschaftlicher Modellbauer wie passionierter Tabletopper. Zu seinen favorisierten Spielsystemen gehören PBI/Poor Bloody Infantry und Armati.

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