„Roter Oktober“ #13: Gleisbau & Gartenarbeiten

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Der Hallenboden ist bereits gestaltet. Was noch aussteht, das sind die Zufahrten, die Geleise vor und neben der Fabrikhalle und die „Rasenflächen“. Bei den Geleisen hatte ich bereits begonnen, jetzt sollte es weitergehen.

Industriegleis

Die beiden Gleisstücke wollen bemalt werden. Dies ist notwendig, denn der Schotter besteht aus dem getrockneten PONAL und dem eingestreuten Sand. Das wirkt noch nicht so richtig bahnmäßig.

Farbe für die Schienen

Die Schiene selbst ist meist rostiger Stahl. Hierfür nehme ich von Revell Aquacolors den Farbton „Lederbraun“ in einer wässrigen Lasur. Das Aufbringen ist etwas nervig, denn die Lasur fühlt sich auf den Messingprofilen der Geleise nicht sehr wohl und will immer wieder absteigen.

Oben drauf kommt nach dem Trocknen noch eine zweite Lasur, nämlich von dem rötlichen „Braun“ (85) von Revell. Beim Auftrag sieht es furchtbar aus, aber nach dem Trocknen kommt es recht flugrostig rüber.

Die Schwellen werden simpel mit der „Lederbraun“ bemalt. Der Schotter wird mit „Mittelgrau“ in ein helles Grau getaucht. Eine anschließend aufgebrachte schwarze Lasur lässt die untere Schotter-/Körnerschicht im Dunkel versinken, während die obere Schicht hell bleibt. Leider trocknet die Lasur nicht so, wie sie in feuchtem Zustand ausschaut. Es wirkt nach dem Trocknen etwas breiig.

Nach dem Trocknen kommen zwei Durchgänge Trockenbürsten: zuerst Mausgrau, dann das hellere Mittelgrau. Hier werden die Partien der Schottersteine zwischen den Bahnschwellen bearbeitet.

Final habe ich noch die Oberkante der Schienen mit feinem Schmirgelpapier von Farbe befreit. Nun blitzen sie wieder.

Ergebnis: molto bene (für mich jedenfalls).

Es ergab sich auch eine sinnvolle Verarbeitungsreihenfolge:

  1. Schotterbett bemalen
  2. Schwarze Lasur auf Schotterbett
  3. Trockenbürsten des Schotters
  4. Bemalen der Schwellen
  5. Bemalen der Schienen
  6. Auftrag von Flugrost
  7. Schleifen der Schienenoberkante mit feinem Schmirgelpapier

Untergrund zwischen den Gleiskörpern

Die Erdkrume wird simpel gehandhabt, wie ich es auch bei meinen Figuren Basen mache:

  1. Grundierung mit „Sand“ von Revell Aquacolors
  2. Darauf eine wässrige Lasur „Lederbraun“, auch von Revell Aquacolors
  3. Trockenbürsten mit dem 314er Beige, auch von Revell Aquacolors

Bei meinen Arbeiten habe ich die Verarbeitungsschritte für Geleise und Untergrund allerdings gemischt, um die Trocknungszeiten sinnvoll zu nutzen.

Im ersten Schritt wird der gesamte Schotterkörper der Gleisbettung mit "Mittelgrau" eingefärbt.

Im ersten Schritt wird der gesamte Schotterkörper der Gleisbettung mit „Mittelgrau“ eingefärbt.

Auch der kurze Gleisstumpf bis an die Halle muss korrekten Schotter bekommen.

Auch der kurze Gleisstumpf bis an die Halle muss korrekten Schotter bekommen.

Das Grauförben ist insofern ein wenig nervig, als man übervorsichtig arbeiten muss, um die Schwellen nicht zu bekleckern.

Das Grauförben ist insofern ein wenig nervig, als man übervorsichtig arbeiten muss, um die Schwellen nicht zu bekleckern.

Eigentlich sind es nur 100cm Gleis...

Eigentlich sind es nur 100cm Gleis…

Schlussendlich wird die gesamte Schiene nochmals mit einer Lasur aus dem rötlichen "Braun" (85) von Revell überzogen. Dies bewirkt den Flugrost-Effekt.

Schlussendlich wird die gesamte Schiene nochmals mit einer Lasur aus dem rötlichen „Braun“ (85) von Revell überzogen. Dies bewirkt den Flugrost-Effekt.

Während Gleiskörper und Schienen trocknen, erhält die Erdkrume ihre Grundierung mir "Sand" von Revell.

Während Gleiskörper und Schienen trocknen, erhält die Erdkrume ihre Grundierung mir „Sand“ von Revell.

Gleiskörper und Schiene sind trocken. Der nächste Arbeitsschritt kann folgen.

Gleiskörper und Schiene sind trocken. Der nächste Arbeitsschritt kann folgen.

Auf das Schotterbett wird die schwarze Lasur aufgebracht. Sie gibt dem Schotter Tiefe.

Auf das Schotterbett wird die schwarze Lasur aufgebracht. Sie gibt dem Schotter Tiefe.

Die Erdkrume erhält in der Trocknungsphase des Gleisbettes ihre Lasur mit "Lederbraun".

Die Erdkrume erhält in der Trocknungsphase des Gleisbettes ihre Lasur mit „Lederbraun“.

Die schwarze Lasur braucht teils recht lange zum Trocknen.

Die schwarze Lasur braucht teils recht lange zum Trocknen.

Final erhält die Erdkrume  noch eine Lage Trockenbürsten mit 314er "Beige"

Final erhält die Erdkrume noch eine Lage Trockenbürsten mit 314er „Beige“

Ein Teil der Geleise erhält in seiner Mitte einen Ölspur, die Lokomotiven völlig unökologisch von sich geben. Es ist schlicht der Black Wash.

Ein Teil der Geleise erhält in seiner Mitte einen Ölspur, die Lokomotiven völlig unökologisch von sich geben. Es ist schlicht der Black Wash.

Rippenplatte und Spannklemme werden ebenfalls mit einer wässrigen Lasur aus dem rötlichen 85 "Braun" betupft. Der Flugrost lässt sich eben überall nieder.

Rippenplatte und Spannklemme werden ebenfalls mit einer wässrigen Lasur aus dem rötlichen 85 „Braun“ betupft. Der Flugrost lässt sich eben überall nieder.

Der Schotter wird zweimal trockengebürstet: einmal mit Mausgrau (etwas dunkler) und einmal mit Mittelgrau (etwas heller).

Der Schotter wird zweimal trockengebürstet: einmal mit Mausgrau (etwas dunkler) und einmal mit Mittelgrau (etwas heller).

Am Ende des Ziehgleises fehlt nich ein Abschluss für das endende Stück Weg. Erstmal kommt ein Erdhaufen hin. Ein Prellbock wird auch noch kommen.

Am Ende des Ziehgleises fehlt nich ein Abschluss für das endende Stück Weg. Erstmal kommt ein Erdhaufen hin. Ein Prellbock wird auch noch kommen.

Finito! Für heute werden die Gleisbauarbeiten eingestellt...

Finito! Für heute werden die Gleisbauarbeiten eingestellt…


Bildnachweis: © alle schwarzer.de



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Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das Spielsystem "Behind-Omaha", er ist jedoch nicht festgelegt.

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