„Roter Oktober“ #14: Gras ist nicht gleich Gras

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Die Flächen außerhalb der Fabrikhalle sind bisher schon recht weit gediehen. Was noch fehlt ist ein wenig Bewuchs zwischen Gleis und Halle. Für die erste Version von „Roter Oktober“ soll mal Gras genügen.

Der Prellbock

Bevor ich an das Gras gehe, gibt es noch eine andere Sache zu richten. Es ist der Prellbock, der das einzelne Gleis neben der Fabrikhalle abschließen soll. Einen Erdhaufen habe ich zunächst mal provisorisch am Gleisende errichtet, damit die Güterwägen und Loks nicht abhauen können.

Einen klassischen Prellbock will ich nicht nehmen. Stattdessen baue ich einen Prellbock aus zwei gekreuzten Schwellen, die schlicht in den Gleiskörper gerammt werden. Das hatte ich mal auf einem Foto gesehen und es gefiel mir seit dem sehr gut. Jetzt ist die Gelegenheit gekommen, das umzusetzen.

Die beiden Schwellen fertige ich aus dicken Streichhölzern für den Kamin. Dicke: etwa 1,5 bis 2mm. Eine Fläche schräge ich ab, denn ich ramme die Schwellen nicht wirklich in den Gleiskörper, sondern klebe die beiden Teile dort oben drauf fest.

Bemalt werden die mit Lederbraun und einem Hauch 314er Beige (Lasur).

Die beiden Schwellen aus dicken Streichhölzern.

Die beiden Schwellen aus dicken Streichhölzern.

Anpflanzen von Gras (Streugras 6mm)

Das Anpflanzen geschieht mittels PONAL-Dünger. Der wird recht dick aufgesuppt, denn ich drücke dort viel von dem NOCH-6mm-Streugras rein. Es soll schließlich erdbebenfest werden.

Nicht die gesamte Fläche der Erdkrume wird eingesuppt und damit begrast. Einige Stellen bleiben frei.

Nicht die gesamte Fläche der Erdkrume wird eingesuppt und damit begrast. Einige Stellen bleiben frei.

Die Büsche stammen von Woodland Scenics.

Die Büsche stammen von Woodland Scenics.

Die Büsche werden simpel in die PONAL-Suppe gedrückt.

Die Büsche werden simpel in die PONAL-Suppe gedrückt.

Streugras

Das Streugras wird recht dick aufgetragen. Ich lasse immer eine Schicht mehr drauf liegen, bis der PONAL ausgehärtet ist. Manchmal zieht sich der PONAL-Dünger noch ein paar Hälmchen… das braucht der.

Hier der rustikale Prellbock. Dahinter und rundherum wächst bereits Gras. Es muss noch trocknen.

Hier der rustikale Prellbock. Dahinter und rundherum wächst bereits Gras. Es muss noch trocknen.

Hier das teils lose aufliegende 6mm-Streugras.

Hier das teils lose aufliegende 6mm-Streugras.

Die Zahnbürste

Der PONAL muss fest aushärten. Der nächste Bearbeitungsschritt erfordert einen festen Sitz der Graswurzeln. Ich nehme eine Zahnbürste und entferne mit dieser die losen Grashalme (um sie wieder in die Vorratstüte zu hieven. Bei den Preisen…) Gleichzeitig richten sich so die Grashalme ein wenig auf.

Jetzt ist das Gleisende schön herausgeputzt. Der Prellbock strahlt richtig vor Freude.

Jetzt ist das Gleisende schön herausgeputzt. Der Prellbock strahlt richtig vor Freude.

Auch die anderen Stellen, teils mit bewuchslosem Erdboden kommen jetzt zur Geltung.

Auch die anderen Stellen, teils mit bewuchslosem Erdboden kommen jetzt zur Geltung.

Ein Stück Weg neben dem Gleis...

Ein Stück Weg neben dem Gleis…

Auch die rückwärtige Seite der Halle wird bepflanzt.

Auch die rückwärtige Seite der Halle wird bepflanzt.

Und ebenso das Hallenvorfeld.

Und ebenso das Hallenvorfeld.

Kann man Gras bemalen?

Können kann man sicher, aber wozu sollte das gut sein?

Nun, das Streugras ist eine Kunststofffaser, die im Gegenlicht und bei Sonnenbestrahlung mit kritischen Einfallswinkelen … glänzt. Der Nietenzähler in mir wird da wach und schreit nach Perfektion. Bei der Bemalung der Gräser auf den Basen meiner Steppengrenadiere des Grenadierregiment 57 hatte ich bereits die Entdeckung gemacht, dass die Grasnarbe dazu gewinnt, wenn man die Grashalme leicht mit dem 314er „Beige“ von Revell bemalt.

Das ist auch gar nicht schwer. Man nimmt nur wenig Farbe auf den Pinsel, die nicht sehr feucht sein sollte und streicht dann leicht durch die oberen Enden der Grashalme. Das Gras erhält einen leicht verdorrten Charakter. Gerade im Sommer und Spätsommer ist das ein recht gefälliger Eindruck.

Revell 314er "Beige" ... ist meist recht leer, weil ich diesen Ton recht häufig verwende.

Revell 314er „Beige“ … ist meist recht leer, weil ich diesen Ton recht häufig verwende.

Und ran geht es an das Bemalen des Grases.

Und ran geht es an das Bemalen des Grases.

Schon wenige Pinselstriche genügen, die Halme mit einer dünnen, jedoch den Glanz nehmenden Farbschicht zu überziehen.

Schon wenige Pinselstriche genügen, die Halme mit einer dünnen, jedoch den Glanz nehmenden Farbschicht zu überziehen.

Hier stehen beide Varianten gegeneinander. Links unbemaltes Gras, rechts bemaltes Gras.

Hier stehen beide Varianten gegeneinander. Links unbemaltes Gras, rechts bemaltes Gras.

Bild der fertigen Grundplatte.

Bild der fertigen Grundplatte.

Bild der fertigen Grundplatte.

Bild der fertigen Grundplatte.


Bildnachweis: © alle schwarzer.de

Über den Autor

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

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