FoW Bofors 40mm gun (continued)

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Die FoW Bofors 40mm gun stellte mich schon ein wenig auf die Geduldsprobe. Details an 15mm Figuren herauszuarbeiten, ist… nervig aber nötig. Aus meinen bisherigen Erfahrungen hatte ich gelernt, dass bei diesem kleinen Maßstab die Details verschwimmen, wenn die verschiedenen Farbtöne einfach so aufeinandertreffen. Der Effekt verstärkt sich, wenn die Farbtöne wenig Kontrast hergeben.

Bemalen der Bedienmannschaften der 40mm Bofors Flak von Flames of War

Bei den 20mm Figuren „8th Army“ von Doncolor hatte ich das Blacklining als Technik im Ergebnis kennenlernen können. Ich überlegte, die Technik bei den kleinen Bedienmannschaften auch einzusetzen. Irgendwie wollte mir die Technik dort nicht frommen, dennoch sollte eine kontraststarke Abgrenzung aller Farbflächen erfolgen.

Drei 20mm-Figuren der "8th Army". Links einer meiner ersten Wüstenkrieger. Rechts zwei Briten von Doncoor. Man erkennt deutlich seine Blacklining-Technik. Mein Wüsten-Warrior kommt ohne aus und sieht für damalige Verhältnisse sehr gut aus. Die Schattierungen kommen durch den Wash von AK Interactive, den ich damals angewendet habe.

Drei 20mm-Figuren der „8th Army“. Links einer meiner ersten Wüstenkrieger. Rechts zwei Briten von Doncoor. Man erkennt deutlich seine Blacklining-Technik. Mein Wüsten-Warrior kommt ohne aus und sieht für damalige Verhältnisse sehr gut aus. Die Schattierungen kommen durch den Wash von AK Interactive, den ich damals angewendet habe.

Einen Bediener der 40mm Bofors Flak von Flames of War zog ich vor und ließ ihm alle Schritte der Bemalung angedeihen.

Einen Bediener der 40mm Bofors Flak von Flames of War zog ich vor und ließ ihm alle Schritte der Bemalung angedeihen.

Bei dieser ersten Figur wollte ich die Wirkung der Technik der Abgrenzung der Farbflächen mit feinen schwarzen Linien testen.  Auch die Gesamtwirkung wollte ich so prüfen, bevor ich die Serie insgesamt anging.

Bei dieser ersten Figur wollte ich die Wirkung der Technik der Abgrenzung der Farbflächen mit feinen schwarzen Linien testen. Auch die Gesamtwirkung wollte ich so prüfen, bevor ich die Serie insgesamt anging.

Schließlich entschloss ich mich zu einem Kompromiss. Die aneinandergrenzenden Farbflächen sollten durch dünnste schwarze Linien voneinander abgesetzt werden und dadurch an Ausdruck gewinnen. Die dünnen schwarzen Linien sollten jedoch nur minimal wahrgenommen werden.

Das Bemalen der Figuren begann mit dem Auftrag der Revell Aquacolor 36135 Hautfarbe. Auf die Hautfarbe trug ich sodann Revell Aquacolor 36184 Lederbraun für Haare und Helmriemen auf.

Kleidung und Helm bemalte ich anschließend mit der Revell Aquacolor 3689 Beige. Die Partien mit Hautfarbe und Beige überzog ich sodann mit dem Umber Wash von Game Color. Der Wash sorgt für Struktur auf der Oberfläche und für eine Betonung von tiefen Stellen. Nach dem Abtrocknen des Washs trockenbürste ich die Beigepartien erneut mit der Beige. Dies führt zu einer Aufhellung. Struktur und betonte Vertiefungen bleiben erhalten.

Die dünnen schwarzen Linien

Wie bekommt man die Linien so dünn? Nun, in dem man die Farben bis fast ganz aneinander heranpinselt. Man lässt die dünne schwarze Linie stehen. Das geht manchmal schief und dann muss man mit Schwarz die Linie nochmal nachziehen und erneut die eine Farbe an die andere heranführen.

Nach dem Auftrag der Revell Aquacolor 36189 Beige erkennt man bereits die Wirkung der dünnen schwarzen Linien.

Nach dem Auftrag der Revell Aquacolor 36189 Beige erkennt man bereits die Wirkung der dünnen schwarzen Linien.

Der Umber Wash von Game Color hat hier bereits die Vertiefungen betont. Die Figuren von Flames of War sind allesamt sehr kräftig modelliert, will sagen, mit "Furchen gezeichnet", was ihnen nach dem Washauftrag zu einem plastisch wirkenden Äußeren verhilft.

Der Umber Wash von Game Color hat hier bereits die Vertiefungen betont. Die Figuren von Flames of War sind allesamt sehr kräftig modelliert, will sagen, mit „Furchen gezeichnet“, was ihnen nach dem Washauftrag zu einem plastisch wirkenden Äußeren verhilft.

Nach dem erneuten Trockenbürsten mit der 36189 Beige sind die großen Flächen sowohl strukturiert wie aufgehellt.

Nach dem erneuten Trockenbürsten mit der 36189 Beige sind die großen Flächen sowohl strukturiert wie aufgehellt.

Das Webbing bemalen

Das Webbing, also die ganzen Gurte, ist auch so ne Sache. Als Farbe wähle ich Revell Aquacolor 36186 Khakibraun. Die Khakibraun kontrastiert natürlich mit dem 36189 Beige rein gar nicht – zumindest nur minimalst. Ich entscheide, auch hier die Technik der feinen schwarzen Linien zur Kontrastverstärkung einzusetzen.

Ich trage auf des Webbing zunächst die Farbe Schwarz auf. Nach dem Trocknen der Schwarz trage ich auf die schwarze Fläche das Khakibraun auf. Dabei achte ich darauf, dass ich links und rechts der Farbspur einen minimalen schwarzen Streifen Schwarz stehen lasse. Es klappt tatsächlich – mal besser, mal schlechter, aber es klappt. Und tatsächlich führt die feine schwarze Linie zwischen den Farbflächen Beige und Khakibraun zu einer sauberen Abgrenzung. Es entsteht ein insgesamt sehr angenehmes Gesamtbild.

Hier sind die schwarzen Flächen auf das Webbing aufgetragen. (Die Feldflasche zähle ich auch dazu)

Hier sind die schwarzen Flächen auf das Webbing aufgetragen. (Die Feldflasche zähle ich auch dazu)

Hier ist die Khakibraun auf die schwarzen Flächen draufgesetzt.

Hier ist die Khakibraun auf die schwarzen Flächen draufgesetzt.

Die Kurbelmeister auf der Flak

Die Richtschützen auf der Flak sitzen allesamt auf Sitzen, die später auf die Flak aufgeklebt werden. Ich bemale die Figuren analog zu den beiden stehenden Bedienern. Die Sitze bemale ich mit der Revell Aquacolor 36314 Beige. Auch hier wende ich den Umber Wash von Game Color an, um die dunklen Stellen an den Sitzen zu betonen und um die sehr helle Beige zu „brechen“.

Einer der sechs Kurbelmeister...

Einer der sechs Kurbelmeister…

Die Ferngläser

… bekommen noch zwei Tupfen Gun Metal ab für die Gläser vorne. So glitzert es dort etwas. Das war’s mit den Figuren.

Wie es weitergeht? Kommt in Kürze in der dritten Folge…

Best

Sturmi


Bildnachweis: © alle schwarzer.de

Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, er ist jedoch nicht festgelegt.

2 Kommentare

  1. Bin etwas beschämt darüber wie viel Mühe Du Dir geben musstest, aber wenn es denn dazu beiträgt, Deine Maltechniken weiterzuentwickeln…

  2. Mein lieber Ariovist, in solchen Dingen bin ich recht konservativ. Wenn ich etwas mache, dann nur richtig oder gar nicht. Und einem guten Freund gebe ich nur Dinge, die ich auch selbst besitzen möchte.

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