„Es sind ‚öme‘! Beim Jupite‘! Eno’m viele ‚öme‘!“

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Wenn jemand die ‚Öme‘ erwartet hat, dann garantiert nicht nur der Senator C. Neratius Comotus. Auch unser aller Ariovist dürfte nur mit Mühe die Contenance bewahrt haben. Jetzt aber ist es soweit. Die Legiones Commoti sind am werden.

Fränkische Schwerter für historische Pizzabäcker

Wenn man es historisch genau nehmen wollte, dann hätten die Legiones Commoti eigentlich in Mogontiacum – dem späteren Shturmigrad – ausgehoben werden müssen. Die Stadt hat weiß Gott ausgiebigst römische Wurzeln. Aber es hat nicht sollen sein, denn in Mogontiacum, genauer im späteren Shturmigrad müssen gerade größere Stückzahlen Rotarmisten einen Kittel und ihre PPSh abkriegen. Und ein paar Inder mit ihren Mörserleins hocken auch schon ganz ungeduldig vor der Bekleidungskammer und moppern.

Unser fränkisches Einhorn, der Dominic hat sich der hochwohllöblichen Aufgabe angenommen und hülft der Römischen Armee aus allergrößter Not. Erfahrung im Einkleiden von Rüstungsträgern hat er bereits mehr als genug gesammelt. So muss man sich nurmehr ein wenig in Geduld üben und schon wird man die frisch gebackenen Römer marschieren sehen können.

Und dann… ja dann wird sich der additz ganz schön warm anziehen müssen. Die Herren werden ihm mit ihrem Pilum nachstellen. Frisch geschnitzt in fränkischen Landen werden die sicher ihre Wirkung haben.

Stay tuned!

Sturmi

Allerfeinste Farben von Citadel werden den 'Öme' zu einer angemessenen Kluft verhelfen.

Allerfeinste Farben von Citadel werden den ‚Öme‘ zu einer angemessenen Kluft verhelfen.

Die ersten Bogenschützen der Legiones Commoti für DBMM (und Armati?)

Die ersten Bogenschützen der Legiones Commoti für DBMM (und Armati?)


Bildnachweis: © alle Dominic

Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

15 Kommentare

  1. Sturmi, hast Du Deinem fränkischen Foederaten ( naja, zumindest hat das ja historische Wurzeln ) die Dir zur Verfügung gestellten Informationen weitergeleitet?!
    Falls nicht, soll Dominic mich anschreiben.

    Aber morgenabend erst einmal PBI spielen – Generalprobe für Conflict Rheinland in Langenfeld im Sommer – dann nostalgisches Figurenschubsen in Braubach zu Füßen der Marksburg.

    Außerdem sind das nur so 240 AP Römer, nicht 400 AP wie in der üblichen Turniergröße. :-)

    • Lieber Ariovist, Dominic ist gebrieft, allerdings hat er letztlich Freiheit in der Ausführung. Ich habe schon seine SAGA-Figuren gesehen und vertraue da auf seine Intuition. Mit 15mm freundet er sich gerade an. „Team Yankee“ ist da die aktuelle Einstiegsdroge… Eventuell lasse ich mich ja von NVA & Co. auch anstecken. Auf eine Armee mehr kommt es nun wirklich nicht mehr an. Das Porzellan und der andere Plunder im Wohnzimmerschrank ist eh überflüssig. Da wird die Garde Mot. Schützendivision locker reinpassen…. :)

  2. Zumal dann nach dem entrüsteten Auszug von Sturmine eh noch jede Menge Schränke in Eurer Wohnung frei werden dürften! :-P

    Ich bezweifele keinen Moment, dass Dominic die Bemalaspekte im Griff hat – hat er auch die Infos über die Figurenstärken der einzeln „Einheiten“ bekommen?

    Dass die NVA keine „Gardeverbände“ hatte, ist auf Deinem Radar?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Landstreitkr%C3%A4fte_der_NVA

    • Die Montage der Figuren auf den Basen werde ich vornehmen. Die MDF-Basen habe ich auf der Crisis erstanden und will ich in gewohnter Manier fancy und selbst gestalten. Da werde ich dich vorher nochmal konsultieren.

  3. Naja – bis auf die Sarmaten sind alles Reguläre – und denen hat man dann jeweils „einheitliche“ Schildzeichen verpasst.

    Lieber jetzt darauf hinweisen als nachher vor Schrecken zusammenzuzucken.

  4. Vielleicht habe ich es mit den Augen..?
    Ich seh nur 3 (unangemalte Minifigs-Römer) am Bildrand. Die angemalten Bogenschützen scheinen mir eher Byzantiner zu sein..(naja..sind ja auch (Ost)-Römer…irgendwie) , was dann aber wiederum nicht recht zu den Schilden passen würde…(also.., die Byzantiner..)

    Aber wie gesagt, meine Augen…
    PS: hast Du Vorlagen für die Schilde..? Oder benutzt Du Abziehbilder…?

  5. Ja, Tacitus berichtet z.B., dass zwei Legionäre im Vierkaiserjahr vor Cremona Schilde der Gegner aufnehmen und so getarnt Geschütze sabotieren. Neben Symbolen der Staatsideologie (Blitze und Adlerschwingen als Bild für Jupiter) gab es auch dem Militär entstammende Symbole wie Ehrenkränze und Darstellungen der Victoria oder -seltener- gängige religiöse Symbole und Glückssymbolik. Dazu kamen mit der jeweiligen Einheit in Verbindung gebrachte Symbole, die auch als Feldzeichen (und Götterbild) neben dem regulären Feldzeichen mitgeführt wurden. Capricorn, Stier, wilder Eber und Pegasus wären Beipiele. Ein Einhorn wäre mir nicht bekannt, aber ich weiß auch nicht alles und ein Capricorn mit Einhornkopf statt Ziegenkopf in seitlicher Darstellung dürfte sowieso als kleiner, stimmiger Gag durchgehen. Für einige, wenige Einheiten können die Schilde rekonstruiert werden. Wenn du bestimmte Vorstellungen hast, kann ich mal schauen. Aber auch Ariovist dürfte die entsprechende Literatur haben. Wenn es generischer sein soll, dürften die meisten Decals schon passen.

    (Im Laufe der Zeit änderten sich Stil und Schildform. Damit auch notwendigerweise die Darstellung auf den Schilden. Aber auch willkürliche Veränderungen sind sicher. So taucht mit der Zeit -so ab den Severern verstärkt- Symbolik der in der Armee verbreitete Helios-Verehrung und ab Konstantin des Christentums auf. Aber auch barbarisch-heidnische Symbolik, oft christlich interpretiert wurde übernommen. Daher unterscheiden sich die Schilde aus der Notitia Dignitatum, einer Art Staatkalender der Zeit um 400, bzw. aus den ersten Jahrzehnten des 5. Jahrhunderts, teils deutlich von älteren Schildzeichen. Im Prinzip sind in der ND die Schilde der Einheiten des Bewegungsheeres aufgeführt. Aus der anfangs erwähnten Tacitusstelle und einigen anderen Hinweisen ergibt sich zusammen mit der ND, dass jede Einheit einheitliche Schilde hatte. Dabei ist die Legion als Einheit zu sehen, deren Kohorten alle dieselbe Schildzeichnung hatten, während die einzelnen Kohorten, Alen und Numeri der Hilfstruppen eigene Schilde hatten. Das ergibt sich schon daraus, dass die Vexillationen (Abteilungen), aus denen die spätantiken Einheiten entstanden, regelmäßig aus 2 Kohorten gebildet wurden. Das muss erwähnt werden, weil die Kohorten lange als Versorgungs- und taktische Einheiten fungierten.)

  6. Deine Augen – nehme ich mal an.
    Vorbild ist die Reichskrise des 3. Jahrhunderts
    https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskrise_des_3._Jahrhunderts
    noch gibt es Römer wie Airfix sie kennt und schon gibt Hilfstruppen wie zu späteren Zeiten.

    Eine mögiche Mischung der Ausrüstungen wurde bereits diskutiert – die Armeeliste „Middle Imperial Romans“ gibt ohnehin einige Optionen her, die uns reizvoll erschienen.

    Für C, Neratius Commutus hoffen wir mal, dass er kein Senator ist, zumal seine Rolle beim Tode des Kaisers Postumus bei Mainz noch immer ungeklärt ist. Oder war gar seine Karriere ein Mitauslöser dafür, dass Senatoren vom Militärdienst ausgeschlossen wurden?

    Ich denke, eine interessante Römervariante abseits der ausgetretenen Pfade.

    • Stimmt ja Alles was Du sagst.., die Armee ist interessant.., aber ich rede von den Figuren..!
      Im 3.Jhd. tragen die Römer keine Lorcia Segmenta mehr. Und auch keine rechteckigen Schilde. Ich finde nicht EINE Abbildung, die das bestätigen würde, weder in einem der diversen Conollys, noch in der PB-Bibel von WGR. oder einem MAA. Übereinstimmend wird von knielangen Hosen und Sandalen gesprochen, von(bestenfalls) Schuppenrüstungen, und von den verschiedensten OVALEN oder runden Schilden..!
      Ich kann den Bogenschützen nicht genau erkennen, aber er könnte unter den (Bluder)-Kniehosen auch Stiefel tragen. Dann scheint er eine Metallkappe zu tragen und ein kurzes hüftlanges Kettenhemd. Den Köcher hat er an der Hüfte.. Das ist total byzantinisch..!
      Mir persönlich ist es egal.., aber ich habe zuviele Erbsenzähler in meinen Tabletop Jahren kennengelernt, die nasse Hosen bekommen, wenn irgend ein Knopf an ner Figur falsch gemalt ist.., geschweigedenn, wenn die Figur an sich, falsch ist..
      Das wollte ich dem Unikornischen Konsul einfach ersparen…

      • Puh, Xena, dazu wäre viel zu sagen. Wann die einzelnen Bestandteile der Ausrüstung sich geändert haben, ist so eine Sache. Zwischen Caracalla und Konstantin wurde da einiges diskutiert. Für vieles liegt eine Ursache in den massiven Verlusten der Zeit der Soldatenkaiser. Man muss sich vor Augen halten, dass damals Änderungen bei der Rüstung nicht von jetzt auf gleich stattfanden. Helme konnten z. B. mehrere Jahrhunderte benutzt werden. Und seit den Severern wurden Helmtrümmer mehr und mehr unter Mützen versteckt. Der Wechsel zu den Kammhelmen begann frühestens in den 60er/70er Jahren. Und die Bildwerke der Zeit zeigen nur, was als ‚modisch‘ galt. Das Scutum von Dura Europos geriet bekanntlich erst 256 bei Kampfhandlungen unter den Boden. https://de.wikipedia.org/wiki/Scutum_aus_Dura_Europos Bei den Lamellenpanzern braucht es nicht anders gewesen sein. Wahrscheinlich fällt ja auch der Übergang zu einer geschichteten Phalanx in diese Zeit. Und das schlägt sich auch nicht in den Bildwerken nieder, die den von dir genannten Büchern zugrundeliegen dürften. Jedenfalls wäre ich in der gesamten Zeit mit Aussagen zur Ausrüstung vorsichtig.

  7. Das hast du ihm schon verführerisch zusammengestellt. Ich nehme an, man kann daraus dann fast schon etwas kleineres für etwas früher und später schnitzen?

    Und ich habe jetzt auch eine Capricorn-Darstelung mit Einhornkopf gefunden, kann sie nur nicht verlinken. (Der Schild-Beitrag harrt der Freischaltung. )

  8. Kurzversion zu den Schilden: Tacitus berichtet z.B., dass zwei Legionäre im Vierkaiserjahr vor Cremona Schilde der Gegner aufnehmen und so getarnt Geschütze sabotieren. Und wegen der Darstellung der Schilde der Einheiten des spätantiken Bewegungsheeres, wissen wir, dass auch im 5. Jh. noch die Einheiten an den Schilden zu erkennen waren. Neben Symbolen der Staatsideologie (Blitze und Adlerschwingen als Bild für Jupiter) gab es auch dem Militär entstammende Symbole wie Ehrenkränze und Darstellungen der Victoria oder -seltener- gängige religiöse Symbole und Glückssymbolik. Dazu kamen mit der jeweiligen Einheit in Verbindung gebrachte Symbole, die auch als Feldzeichen (und Götterbild) neben dem regulären Feldzeichen mitgeführt wurden. Capricorn, Stier, Löwe, wilder Eber und Pegasus wären Beipiele. Ein Einhorn wäre mir nicht bekannt, aber einige Köpfe von Capricörnern erinnern eher an Einhörner als an Ziegen. Für einige, wenige Einheiten können die Schilde rekonstruiert werden. Wenn du bestimmte Vorstellungen hast, kann ich mal schauen. Aber auch Ariovist dürfte die entsprechende Literatur haben. Wenn es generischer sein soll, dürften die meisten Decals schon passen. Im 3. Jh. musste die Schildbemalung der neuen Form angepasst werden und es entwickelte sich schließlich -sowohl im Heidentum als auch im Christentum- eine neue Symbolik, weshalb sich die meisten Schilde in der ND ganz verändert zeigen. Im Einzelnen ist das aber nicht nachzuvollziehen.

  9. Ups, zuviel gekürzt: Die Darstellungen der Schilde des spätantiken Bewegungsheeres finden sich in der Notitia Dignitatum, einem Verzeichnis der Würdenträger des West- und Oströmischen Reichs. Dabei sind den Würdenträgern die unter ihrem Befehl stehenden Einheiten zugeordnet. Für die Einheiten der Heermeister sind die Schilde gezeigt. Leder ist für verschiedene Zeiten der Stand zu unterschiedlichen Zeiten wiedergegeben. Warum ist umstritten.

  10. Die Legionen des Commotus sind noch so 150 Jahre plus von den Einheiten der Notitia Dignitatum
    http://lukeuedasarson.com/NotitiaPatterns.html
    entfernt. Diese Armee ist zwar eine gewollte Spielerei mit der Unwissenheit über jene turbulente Übergangszeit, aber eben nicht unplausibel, dass Mischformen von Organisation und Ausrüstung vorkommen. Selbst die Verwendung von Einhörnern als Schild- oder Einheitssymbol ist zwar nicht wahrscheinlich, aber eben denkbar – so ein Einhorn/Seepferd hätte doch sehr wohl was.
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4e/Capricon_legioXXII-retouched.jpg
    Selbst das von Sturmi gewählte Pink könnte ja eine Blassrot-Variante bei einer Auxilia sein…

    Naja, bei hinreichend gutem Willen jedenfalls!

    Für die fragliche Zeit würde ich die Notitia Dgnitatum allenfalls als Anregung nehmen, christliche Symbolik ist in jedem Falle zu vermeiden: wir sind auf dem Höhepunkt der Christenverfolgung und wir wollen den Truppen des Commotus das ( wohl fiktive ) Schicksal der Thebanischen Legion ersparen,
    https://weaponsandwarfare.com/2018/03/21/the-theban-legion-massacre-ad-286/

    Anm.: mein archäologischer Gewährsmann hat auf Funde von Lorica Segmatat Teilen aus dem 3. Jahrhundert hingewiesen, das Scutum von Duras Europos hat sich mittlerweile sogar bis zu den Historikern durchgesprochen ( und wo was dauert! )
    Bogenköcher am Gürtel für römische Bogenschützen zeigt schon Abb. 26 von AEIR ISBN 0904417174 und wird ab dem 3. Jhd. zugeordnet

  11. Ja, die ND hatte ich nur wegen der Darlegung erwähnt, dass die Einheiten nicht nur zur Zeit des ersten Vierkaiserjahres an den Schilden zu erkennen waren. Das wird in der Kurzversion wohl nicht so deutlich. Der ausführliche Beitrag ging wohl verloren, als ich den folgenden schrieb. Was christliche Symbolik angeht, sind nur Kreuz und Chrismon eindeutig. Und auch auf uns heidnisch wirkende Symbolik kann christlich sein. Sehr vieles wurde sowohl von Heiden als auch von Christen benutzt. Und der Austausch von Symbolen zwischen Barbaren und Römern war intensiver als früher gedacht. In den letzten Jahren gab es da viele Erkenntnisse, während der Schild von Dura Europos oft noch zum Museumsstück erklärt wird, obwohl es bei Kampfhandlungen begraben wurde. Ich habe auch schon gelesen, dass von einer veralteten Stadtgarde gesprochen wird. Da wird teils bis zum letzten Tropfen Tinte an alten Überzeugungen festgehalten.

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