Pearl Harbor Reloaded

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Der Morgen des 7. Dezember 1941 beginnt mit friedlicher Stille. Über Pearl Harbor liegt die tropische Sonne, das Wasser glitzert wie flüssiges Silber. In der Battleship Row liegen die gewaltigen Schlachtschiffe der US Navy scheinbar sicher vor Anker: USS Arizona, USS Oklahoma, USS West Virginia, USS California, USS Nevada, USS Tennessee und USS Maryland. Mannschaften gehen ihrem Dienst nach. Niemand ahnt, dass sich über dem Horizont bereits der Schatten des Krieges zusammenzieht.

Pearl Harbor 1941 – Angriff auf die Battleship Row

Dann zerreißt das Dröhnen hunderter Flugmotoren die Morgenruhe.

Jagdflugzeuge schießen im Tiefflug über den Hafen, Sturzkampfbomber stürzen aus den Wolken, Torpedobomber rasen knapp über die Wasseroberfläche. Sekunden später erschüttern Explosionen den Hafen. Rauchsäulen steigen auf, Flakgeschütze erwachen zum Leben und aus dem friedlichen Ankerplatz wird ein loderndes Inferno aus Feuer, Stahl und Wasser.

Genau diesen dramatischen Abschnitt der Geschichte bringen Doncolor und Marco auf den Spieltisch. Im Maßstab 1:1800 treffen US-Schiffe und japanische Flugzeuge aufeinander, doch die Spannung ist alles andere als klein. Gespielt wird mit „Victory at Sea“, dessen Regeln den Ablauf der Luftangriffe, die Flugabwehr und die verzweifelte Verteidigung des Hafens eindrucksvoll auf den Spieltisch übertragen. Es geht nicht um den Ausgang der Geschichte – der ist bekannt. Es geht um die Frage, wie sich dieses historische Szenario als Spiel entwickelt.

Der Spieltisch

Doncolor hat Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 nachgebildet. Hier ein paar Fotos von dem Spieltisch Pearl Harbor und der dort aufgestellten Battleship Row.

Gesamtansicht des Spieltischs Pearl Harbor

Gesamtansicht des Spieltischs Pearl Harbor

Ein Schlachtschiff in Pearl Harbor.

Ein Schlachtschiff in Pearl Harbor.

Versorger und Zerstörer gehören ebenfalls zum Szenario

Versorger und Zerstörer gehören ebenfalls zum Szenario

Versorger und Zerstörer gehören ebenfalls zum Szenario

Versorger und Zerstörer gehören ebenfalls zum Szenario

Hafenanlagen und offenes Gelände

Hafenanlagen und offenes Gelände

Hafenanlagen und offenes Gelände

Hafenanlagen und offenes Gelände

Ein schwerer Pott am Pier

Ein schwerer Pott am Pier

Die Battleship Row in Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 für das Regelwerk "Victory at Sea"

Die Battleship Row in Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 für das Regelwerk „Victory at Sea“

Die Battleship Row in Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 für das Regelwerk "Victory at Sea"

Die Battleship Row in Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 für das Regelwerk „Victory at Sea“

Volle Fahrt voraus.

Volle Fahrt voraus.

Auch Hafenschlepper dürfen im Szenario nicht fehlen.

Auch Hafenschlepper dürfen im Szenario nicht fehlen.

Auch Hafenschlepper dürfen im Szenario nicht fehlen.

Auch Hafenschlepper dürfen im Szenario nicht fehlen.

Die Battleship Row in Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 für das Regelwerk "Victory at Sea"

Die Battleship Row in Pearl Harbor im Maßstab 1:1800 für das Regelwerk „Victory at Sea“

Ein Seaplane Tender im Hafen

Ein Seaplane Tender im Hafen

Ein schwerer Pott an der Pier.

Ein schwerer Pott an der Pier.

Die Landzunge der Hauptinsel mit Gebäuden.

Die Landzunge der Hauptinsel mit Gebäuden.

Zwei Pötte bewegen sich durch Pearl Harbor.

Zwei Pötte bewegen sich durch Pearl Harbor.

Die Battleship Row vor der Hauptinsel mit dem Flugfeld.

Die Battleship Row vor der Hauptinsel mit dem Flugfeld.

 

Die Angriffe der japanischen Marineluftwaffe

Marcos Planung

Marco, als „Japaner“ setzte folgende Flugzeuge ein:

  • Mehrere Wellen Sturzkampfbomber (Aichi D3A „Val“)
  • Jäger A6M „Zero“
  • Langstreckenbomber und Torpedobomber Mitsubishi G3M „Nell“

Marco ließ seine Sturzkampfbomber gegen die Schlachtschiffe antreten. Der Vorteil dieses Ziels ist klar: Diese Schiffe liegen unbeweglich am Pier. Hier gibt es bei „Victory at Sea“ keine Abzüge für das bewegliche Ziel. Zudem kann mit der Massierung vermutlich eine größere Zahl an Treffern erzielt werden. Die Schlachtschiffe sind bei „Victory at Sea“ sehr zäh. Man benötigt viele Trefferpunkt, um eines zu zerstören.

Weitere Schiffe griff Marco mit den Torpedobombern an. Bei den Torpedobombern benötigt der Angreifer einen sehr glücklichen Würfel-Wurf, um ein Schiff zu vernichten.

Für die ebenfalls verfügbaren Jäger der japanischen Marineluftwaffe hatte Marco ebenfalls ein lukratives Ziel parat: Die Treibstofftanks des nahen Airfields.

Marcos Erfolge

Die Sturzkampfbomber waren sehr gut darin, die Ziele zu treffen. Doch durchschlagende Wirkung ergab sich bei den Treffern nicht. Die Schlachtschiffe der US Navy blieben recht unbehelligt.

Die Torpedobomber waren nicht ganz so erfolgreich im Treffen der Schiffe. Auch hier konnte man auf unbewegliche Ziele zusteuern, was eigentlich Erfolg verheißen müsste. Dafür waren die Treffer verheerend – wenn sie denn gelangen.

Die Jäger lieferten am Besten ab. Sie überflogen die Treibstofftanks und zerstörten diese weitestgehend. Damit war die US Navy in pearl Harbo zar nicht vernichtet, aber etwas lahmgelegt.

Die japanische Welle fliegt einen Angriff. Die Flugzeuge tauchen am Spielfeldrand auf.

Die japanische Welle fliegt einen Angriff. Die Flugzeuge tauchen am Spielfeldrand auf.

Eine weitere Gruppe japanischer Flugzeuge fliegt einen Angriff.

Eine weitere Gruppe japanischer Flugzeuge fliegt einen Angriff.

Eine weitere Gruppe von japanischen Flugzeugen nimmt ebenfalls Kurs auf die Gruppe der Schlachtschiffe der US Navy

Eine weitere Gruppe von japanischen Flugzeugen nimmt ebenfalls Kurs auf die Gruppe der Schlachtschiffe der US Navy

Angriff der Sturzkampfbomber (Aichi D3A „Val“) auf die Schlachtschiffe in Pearl Harbor.

Angriff der Sturzkampfbomber (Aichi D3A „Val“) auf die Schlachtschiffe in Pearl Harbor.

Im Angriff: Mitsubishi G3M (alliierter Codename "Nell") war ein zweimotoriger Langstreckenbomber und Torpedobomber der japanischen Marineluftwaffe in Pearl Harbor.

Im Angriff: Mitsubishi G3M (alliierter Codename „Nell“) war ein zweimotoriger Langstreckenbomber und Torpedobomber der japanischen Marineluftwaffe in Pearl Harbor.

Im Angriff auf die Treibstofftanks: Mitsubishi A6M (allgemein bekannt als "Zero")

Im Angriff auf die Treibstofftanks: Mitsubishi A6M (allgemein bekannt als „Zero“)

Die A6M Zero haben die Tanks in Brand geschossen.

Die A6M Zero haben die Tanks in Brand geschossen.

Die A6M Zero haben die Tanks in Brand geschossen.

Die A6M Zero haben die Tanks in Brand geschossen.

Fortsetzung des Angriffs von Sturzkampfbombern (Aichi D3A „Val“) auf die Schlachtschiffe in Pearl Harbor.

Fortsetzung des Angriffs von Sturzkampfbombern (Aichi D3A „Val“) auf die Schlachtschiffe in Pearl Harbor.

Die Sturzkampfbomber (Aichi D3A „Val“) greifen weitere Ziele an.

Die Sturzkampfbomber (Aichi D3A „Val“) greifen weitere Ziele an.

Erneuter Angriff von Sturzkampfbombern (Aichi D3A „Val“) auf die Schlachtschiffe in Pearl Harbor.

Erneuter Angriff von Sturzkampfbombern (Aichi D3A „Val“) auf die Schlachtschiffe in Pearl Harbor.

 

Fazit des Testspiels

Dieses Spiel zeigte, dass die Abhandlung des Luftangriffs im Regelwerk nochmals reflektiert werden muss. Letztlich soll es ja möglich sein, das historische Ergebnis von 1941 zu reproduzieren – mit einer gewissen Varianz.

Wir werden berichten, was dabei herauskam.

Über den Autor

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

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