PBI-Battle: Angriff des 12. Garde-Panzerkorps auf den Industriekomplex Siemensstadt

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Am 24. April 1945 besetzte das 12. Garde-Panzerkorps den Bereich zwischen Jungfernheide (der heutige Flugplatz Tegel) bis zum Hohenzollernkanal. Des nachts erlitt es bei Kämpfen schwere Verluste im Industriekomplex Siemensstadt. Der Fight in Siemensstadt war das Thema eines Szenario-Spiels mit PBI, das unlängst stattfand.

Das 12. Garde-Panzerkorps und der Industriekomplex Siemensstadt

Das PBI-Game fand kürzlich statt und griff den Angriff einer russischen Einheit auf den Industriekomplex auf. Die Rollen waren schnell verteilt: Martin spielte den deutschen Part, der Sturmi widmete sich der Roten Armee.

Das 12. Garde-Panzerkorps

Das 12. Garde-Panzerkorps unter Generalmajor Nikolai Matwjewitsch Teltjakow stützte sich schon bei der Weichsel-Oder-Operation auf

  • 48. Garde-Panzerbrigade unter Oberstleutnant Wassili I. Makarow
  • 49. Garde-Panzerbrigade unter Oberst Tichon Porfirewitsch Abramow
  • 66. Garde-Panzerbrigade unter Oberst Arkadi T. Pawluschko
  • 34. Garde-mechanisierte Brigade unter Oberst Nikolai Petrowitsch Ohman

Für unser Spiel bildeten wir diese Panzermassen in kleinerem Rahmen ab.

  • die 48. Garde-Panzerbrigade durch 6x T-34/76
  • die 49. Garde-Panzerbrigade durch 6x T-34/76

Die 34. Garde-mechanisierte Brigade stand mit drei Platoons zu je einem Platoon Commander und 7 Rifle Foot Groups und zusätzlich mit vier LMG auf dem Spielfeld.

Deutsche Verteidiger

Die deutschen Truppen sind etwas schwächer aufgestellt. Hier finden sich…

  • 3x StuG III Ausf. E
  • 1x Panzer III mit 7,5cm KwK 37 L/24
  • 4 Infanterie Platoons mit je 1 Platoon Commander, 3 Rifle Groups, 3 LMG Groups
Das Spielfeld zum Szenario "Industriekomplex Siemensstadt". Zur linken der Aufstellbereich der Roten Armee. Zur Rechten der deutsch besetzte Bereich des Industriekomplex Siemensstadt.

Das Spielfeld zum Szenario „Industriekomplex Siemensstadt“. Zur linken der Aufstellbereich der Roten Armee. Zur Rechten der deutsch besetzte Bereich des Industriekomplex Siemensstadt.

Missionsziel: Einnahme des deutschen Befehlsstandes

Der Kampfauftrag des 12. Garde-Panzerkorps lautet auf Einnahme des deutschen Befehlsstandes. Dieser befindet seitlich am Ende des Spielfeldes.

Das Missionsziel des 12. Garde-Panzerkorps ist die Einnahme des deutschen Gefechtsstands in Berlin-Siemensstadt am Ende des Spielfeldes.

Das Missionsziel des 12. Garde-Panzerkorps ist die Einnahme des deutschen Gefechtsstands in Berlin-Siemensstadt am Ende des Spielfeldes.

Aufstellung der Truppen

Die deutschen Truppen hatten das gesamte Areal des Industriekomplex Siemensstadt besetzt. Zwei Platoons und zwei StuG III haben sich in den beiden vordersten Gebäuden verschanzt. Das dritte Platoon mit Panzer III hatte das Industriegebäude auf der linken Flanke besetzt, das vierte Platoon stand in Reserve.

Das Spielfeld aus der Perspektive des deutschen Verteidigers betrachtet.

Das Spielfeld aus der Perspektive des deutschen Verteidigers betrachtet.

Aufstellung der deutschen Verteidiger.

Aufstellung der deutschen Verteidiger.

4. Platoon als Reserve im rückwärtigen Bereich.

4. Platoon als Reserve im rückwärtigen Bereich.

Das 2. Platoon auf der rechten Flanke.

Das 2. Platoon auf der rechten Flanke.

Die LMG des 2. Platoons im alten Fabrikgebäude im Industriekomplex Siemensstadt.

Die LMG des 2. Platoons im alten Fabrikgebäude im Industriekomplex Siemensstadt.

Die LMG des 1. Platoons auf der linken Flanke im Industriekomplkex Siemensstadt.

Die LMG des 1. Platoons auf der linken Flanke im Industriekomplkex Siemensstadt.

Die Rifle Foot Groups des 1. Platoons auf der linken Flanke im Industriekomplex Siemensstadt.

Die Rifle Foot Groups des 1. Platoons auf der linken Flanke im Industriekomplex Siemensstadt.

Direkt hinter dem Industriegebäude auf der linken Flanke liegt das 3. Platoon mit dem Panzer III.

Direkt hinter dem Industriegebäude auf der linken Flanke liegt das 3. Platoon mit dem Panzer III.

Hier weitere Foot Groups des 3. Platoons

Hier weitere Foot Groups des 3. Platoons

Der Gefechtsstand der Kompanie mit dem CC.

Der Gefechtsstand der Kompanie mit dem CC.

Ganz vorne auf der linken Flanke: ein StuG III Ausf. E.

Ganz vorne auf der linken Flanke: ein StuG III Ausf. E.

Das StuG III auf der rechten Flanke.

Das StuG III auf der rechten Flanke.

Das 3. Platoon im "Wäldchen".

Das 3. Platoon im „Wäldchen“.

Aufstellung der Roten Armee

Das 12. Garde-Panzerkorps startete an der Grundlinie des Spielfelds in offenem Gelände.

Das Spielfeld aus der Perspektive des 12. Garde-Panzerkorps betrachtet.

Das Spielfeld aus der Perspektive des 12. Garde-Panzerkorps betrachtet.

Aufstellung des 12. Garde-Panzerkorps.

Aufstellung des 12. Garde-Panzerkorps.

Eine Panzergruppe mit Schützen der Roten Armee.

Eine Panzergruppe mit Schützen der Roten Armee.

Die LMG der Roten Armee.

Die LMG der Roten Armee.

Der Spielverlauf

Man muss sagen, dass das 12. Garde-Panzerkorps keine besonders gute Ausgangsstellung hatte. Der Angriff musste über offenes Gelände erfolgen. Doch es kam noch schlimmer. Schon gleich zu Beginn ging der Artillerieschlag der Roten Armee schief. Das Feuer lag zu kurz, traf die eigene Truppe. Die Infanterie wurde von den Verteidgern des Industriekomplex dezimiert und bestand schon bald nur noch aus wenigen Foot Groups.

Der deutsche Artillerieschlag lag gut im Ziel und vernichtete weitere angreifende Panzer. Mit den T-34 gelang es dem 12. Garde-Panzerkorps, die beiden StuG III im vordersten Bereich des Industriekomplex auszuschalten. Dann erwies sich das Fehlen der Begleitinfanterie allerdings als fataler Nachteil.

Die verteidigende deutsche Infanterie war nicht aus den Gebäuden herauszuschießen. Weder Beschuss mit Infanteriewaffen noch mit Panzerkanonen brachte hier den Erfolg. So musste denn der russische Angriff mit reinen Panzerkräften mitten durch die von Infanterie gehaltenen Stellungen erfolgen.

Das 1. und das 3. Platoon der Verteidiger attackierten dann auch die in den Industriekomplex eingedrungenen Feindpanzer erfolgreich im Nahkampf. Die deutschen Assaults forderten hohen Tribut bei den Angreifern.

Die Straße durch die Industrieanlagen waren mit vernichteten Panzern des 12. Garde-Panzerkorps übersäht. Die Angreifer ließen die verteidigende Infanterie allerdings unbeachtet und konzentrierten sich auf den Durchbruch zum Missionsziel, den Gefechtsstand der Verteidiger. Dorthin brach auch einer der angreifenden T-34/76 durch und eroberte den Punkt.

Der rote Pinmarker , die zerstörten T-34 und die grünen Würfel als Casualty Marker machen den Fortschritt des Spiels deutlich.

Der rote Pinmarker, die zerstörten T-34 und die grünen Würfel als Casualty Marker machen den Fortschritt des Spiels deutlich.

Ganz rechts: zwei T-34 sind durchgebrochen.

Ganz rechts: zwei T-34 sind durchgebrochen.

Assault von deutschen Foot Groups. Nahkampf im Industriekomplex Siemensstadt.

Assault von deutschen Foot Groups. Nahkampf im Industriekomplex Siemensstadt.

Ein T-34 erreicht das Missionsziel.

Ein T-34 erreicht das Missionsziel.

Liegengebliebene T-34 auf dem Weg zum Missionsziel.

Liegengebliebene T-34 auf dem Weg zum Missionsziel.

Über Sturmi

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

4 Kommentare

  1. Schöner Spielbericht.

    Ist das Ganze in 15mm oder 20mm, und welchen Maßstab haben die Gebäude?

    • Moin Honischer,
      freut mich, wenn’s gefällt. Die Fahrzeuge & Figuren sind 15mm-Modelle, die Gebäude stammen von der Modellbahn, sind im Maßstab 1:87.

  2. Und wer hat gewonnen..?
    Das der T-34 das Ziel erreicht, bedeutet ja nicht automatisch, dass die Russen gewonnen haben..oder..??

    @ Hornischer
    den Figuren nach zu urteilen (Battlefront) ist es 15mm /1:100

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