SAGA: Römer gegen Franken

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Es stand mal wieder ein Spiel an. Halvarson und seine Franken traten gegen Sturmi und seine Römer an. Bislang waren die stürmischen Römer nur wenig erfolgreich. Ob es eine ungünstige Aufstellung der Armee war oder die ungeschickte Anwendung des Battleboards – man weiß es nicht. Irgendwie war der Wurm drin. Heute wollte ich mal etwas verändern und was Neues ausprobieren. Mal sehen, was dieses Mal passiert.

Ära der Invasionen: SAGA Battle

Im Buch Ära der Invasionen haben die Römer ein besonderes Pfund zum Wuchern, eigentlich zwei:

  • Die Plumbatae

    Eine Einheit wirft damit, führt also einen Fernkampf aus. Das Besondere dabei ist, dass bei diesem Fernkampf die Kampfkraft 1:1 errechnet wird. Bei einer 8er-Krieger-Einheit sind das acht Angriffswürfel. Nachteil: Der Gegner erhält in diesem Fernkampf +1 auf seine Rüstung.

  • Bis zu vier Autotreffer

    Das Battleboard erlaubt es, in einem Nah- oder Fernkampf bis zu vier Angriffswürfel abzulegen und dafür vier Autotreffer zu erzielen.

Halvarsons Franken-Armee

Halvarson hatte eine sehr, sehr kernige Armee aufgestellt.

  • 1x Kriegsherr
  • 1x Veteranen
  • 1x Veteranen
  • 1x Veteranen
  • 1x Söldner: diese umherziehenden römischen Deserteure (dürfen einmal pro Runde kostenfrei einen Fernkampf ausführen)
  • 1x Krieger
  • 1x Bauern mit Bögen

Die drei Veteraneneinheiten versprachen eine fetzige Schlacht. Die Söldner und Bogenschützen dürften permanenten Fernkampf geben, sagte ich mir.

Zwei Einheiten SAGA-Franken Veteranen (links) und die Einheit Söldner (rechts)

Zwei Einheiten SAGA-Franken Veteranen (links) und die Einheit Söldner (rechts)

Eine Einheit SAGA Bauern mit Bögen (oben) und eine Einheit SAGA Veteranen (links) und eine SAGA Einheit Krieger (rechts) und dahinter der Kriegsherr der Franken.

Eine Einheit SAGA Bauern mit Bögen (oben) und eine Einheit SAGA Veteranen (links) und eine SAGA Einheit Krieger (rechts) und dahinter der Kriegsherr der Franken.

 

Sturmis SAGA-Römer-Armee

Für dieses Spiel wählte ich eine Armeeaufstellung (6 Punkte), welche von den beiden Pfunden der Römer profitieren sollte.

Die Legiones commoti: Sturmis Römer-Armee

  • 1x Kriegsherr
  • 1x 12er-Kriegereinheit
  • 1x 12er-Kriegereinheit
  • 1x 8er-Kriegereinheit mit Bögen
  • 1x 8er-Kriegereinheit mit Bögen
  • 1x halbe 8er-Kriegereinheit
  • 1x halbe 8er-Kriegereinheit

Warum diese SAGA-Armee-Aufstellung der Römer?

Je zwei 8er-Krieger-Einheiten habe ich zu einer 12er- und einer 4er Einheit umgruppiert. Die 4er-Einheit bleibt untätig im Hinterland stehen, um dauerhaft einen SAGA-Würfel zu generieren, während die ehemals andere Hälfte der Einheit eine 8er-Einheit zu einer 12er-Einheit aufrüstet. Als 12er-Einheit sollte sie besonders stark von „Plumbatae“ und „Autotreffern“ profitieren können.

Beispielrechnung: Ein Fernkampf mit Plumbatae einer 12er-Einheit Krieger liefert 12 Angriffswürfel. Legt man 4 davon ab um 4 Autotreffer zu generieren, kann man mit 8 verbliebenen Angriffswürfel sicher zwischen 1 und 3 weitere Treffer landen. Das haut schon rein.

Eine 12er Krieger Einheit ist auch im Nahkampf für den Gegner sehr gefährlich. Schließt sie die Reihen, verbleiben sechs Angriffswürfel in der Verteidigung.

Die 12er-SAGA-Kriegereinheit der Römer, dahinter die 8er SAGA Krieger-Einheit mit Bögen, dahinter die halbe Krieger-Einheit.

Die 12er-SAGA-Kriegereinheit der Römer, dahinter die 8er SAGA Krieger-Einheit mit Bögen, dahinter die halbe Krieger-Einheit.

Gegenüber das Gleiche: Die 12er-SAGA-Kriegereinheit der Römer, dahinter die 8er SAGA Krieger-Einheit mit Bögen, dahinter die halbe Krieger-Einheit.

Gegenüber das Gleiche: Die 12er-SAGA-Kriegereinheit der Römer, dahinter die 8er SAGA Krieger-Einheit mit Bögen, dahinter die halbe Krieger-Einheit.

Am Spieltisch nebenan tummelten sich lustige Gestalten...

Am Spieltisch nebenan tummelten sich lustige Gestalten…

Am Spieltisch nebenan tummelten sich lustige Gestalten...

Am Spieltisch nebenan tummelten sich lustige Gestalten…

 

Das Spiel

Aus dem Buch der Schlachten wählten wir die Situation am Fluss. Dieser trennt das Spielfeld und je nach Würfelfall ist der Fluss überquerbar oder nicht. In der Mitte gibt es eine Brücke, um die eventuell zu kämpfen ist. Lustig daran: die Armeen werden geteilt aufgestellt und schachbrettartig in diagonal gegenüberliegenden Quadranten aufgestellt. Somit finden eigentlich zwei getrennte Battles statt. Je eine links und rechts des Flusses.

Die Aufstellung der Armeen im SAGA-Spiel Franken gegen Römer aus dem Buch Age of Invasions.

Die Aufstellung der Armeen im SAGA-Spiel Franken gegen Römer aus dem Buch Age of Invasions.

Der erste Paukenschlag: Die Plumbatae-12er-Krieger haben mit einem Fernangriff eine Veteraneneinheit ausgelöscht. Ein wenig Würfelglück bei den Römern und entsprechend Pech bei den Franken. Aber auch die Wucht der Plumbatae.

Der erste Paukenschlag: Die Plumbatae-12er-Krieger haben mit einem Fernangriff eine Veteraneneinheit ausgelöscht. Ein wenig Würfelglück bei den Römern und entsprechend Pech bei den Franken. Aber auch die Wucht der Plumbatae.

Die 12er-Krieger gehen gegen die Bogenschützen vor. Als Fernkämpfer sind sie eine permanente Bedrohung. Hier schlugen die Römer mit 11 Angriffswürfeln zu und löschten 10 der 12 Bogenschützen aus.

Die 12er-Krieger gehen gegen die Bogenschützen vor. Als Fernkämpfer sind sie eine permanente Bedrohung. Hier schlugen die Römer mit 11 Angriffswürfeln zu und löschten 10 der 12 Bogenschützen aus.

Im Nachkampf mit den Kriegern der Franken waren die Römer weniger glücklich, Die Einheit wurde zusehends aufgerieben.

Im Nachkampf mit den Kriegern der Franken waren die Römer weniger glücklich, Die Einheit wurde zusehends aufgerieben.

Auch im "Süden" radierten Die Plumbatae-Krieger eine Veteraneneinheit aus. Danach gingen sie gegen die Söldner vor, da diese pro Runde einen kostenfreien Fernkampf ausführen können.

Auch im „Süden“ radierten Die Plumbatae-Krieger eine Veteraneneinheit aus. Danach gingen sie gegen die Söldner vor, da diese pro Runde einen kostenfreien Fernkampf ausführen können.

Im Norden geht der finale Kampf Römer vs. Franken weiter. Die Römer stecken ein.

Im Norden geht der finale Kampf Römer vs. Franken weiter. Die Römer stecken ein.

Im Süden greift die zweite Veteraneneinheit der Franken ein.

Im Süden greift die zweite Veteraneneinheit der Franken ein.

Im Norden nehmen die Römischen Bogenschützen den Kampf auf, nachdem die 12er-Einheit aufhörte zu bestehen.

Im Norden nehmen die Römischen Bogenschützen den Kampf auf, nachdem die 12er-Einheit aufhörte zu bestehen.

Im Süden werden die beiden Einheiten der Franken von den römischen Plumbatae regelrecht zerlegt.

Im Süden werden die beiden Einheiten der Franken von den römischen Plumbatae regelrecht zerlegt.

Im Norden ist Stillstand.

Im Norden ist Stillstand.

Das Spiel endete mit einem Punktsieg für die Römer. Hätte man das Spiel weiterlaufen lassen können, wären die Franken ausgerieben worden, da sie pro Runde nur noch 2 SAGA-Würfel generierten und nur noch drei Einheiten (unter 50% Sollstärke) besaßen. Die Römer hatten noch 4 SAGA-Würfel pro Runde und 2 vollständige Einheiten und eine nur leicht angeschlagene Einheit.

Ein spannendes Spiel, das wiederholt werden will.

Aftermath

Aus dem Spiel kann ich klar folgende Lehren ziehen:

  • Würfelglück ist durch nichts zu ersetzen! Mehrere „6“er bei den Würfen der SAGA-Würfel ermöglichten den Wurf der Plumbatae ohne Reduzierung des Impetus. Dies ermöglicht den vierten Autotreffer.
  • Die Kombination aus 12er-Krieger-Einheiten, dem Wurf der Plumbatae und dem Autotreffer ist mit ein wenig Würfelglück eine Dampfwalze. Eine „6“ sollte man wenigstens haben, da dann vier statt drei Autotreffer möglich sind.
  • Die 12er-Krieger-Einheit performt auch im Nahkampf sehr gut.
  • Uffbasse! in mehreren Runden wurden die Plumbatae geworfen, ohne die Rüstung des Gegners um 1 zu erhöhen. Allerdings wurden Veteranen beschossen, die eh nur aus vier Figuren bestanden. Somit war dieser Spielfehler unkritisch, da die Autotreffer durch das Gegenteil von Würfelglück meist eh nicht gesaved wurden.

Die halben Kriegereinheiten sorgten für einen beständigen Strom an SAGA-Würfeln in jeder Runde. Es war ebenfalls eine gute Idee.

Nachfolgend die Idealaufstellung der Einheiten:

  1. Die 12er-Krieger vorne für den Plumbatae-Wurf.
  2. Kurz dahinter die 8er-Krieger mit Bögen. Sie können mit einer Battleboard-Fähigkeit schießen, doch Sichtlinie und Entfernung wird dann von den 12er-Kriegern aus gemessen! Das ist Fernkampf aus dem geschützten Sessel. So lieben das die Bogenschützen!
  3. Die halbe Kriegereinheit ganz hinten, damit sie nicht beschädigt werden kann. Sie greift nie in den Kampf ein. Daher müssen die anderen vorne das Spiel entscheiden.
Die perfekt Aufstellung der SAGA-Römer-Armee im heutigen SAGA-Spiel.

Die perfekt Aufstellung der SAGA-Römer-Armee im heutigen SAGA-Spiel.

Über den Autor

Sturmi ist passionierter Dioramen- und Modellbauer und Table-Top-Spieler. Seinen Einstieg fand er über das frühere Spielsystem "Behind-Omaha" von Samy, aktuell spielt er "Poor Bloody Infantry/PBI", "Geile Scheiße", "DBMM", "ARMATI", "SAGA" und "Bolt Action"

2 Kommentare

  1. Ja, die Würfelgötter waren im Angriff und der Verteidigung gegen die Franken.
    Und die vier Autotreffer gepaart mit vielen weiteren Würfel ist schon eine sehr gute Kombination, die du dir dabei ausgedacht hast. Meine Römer werden das wohl kopieren, wenn sie denn fertig bemalt sind. Muss ich priorisieren.
    Ansonsten war es ein schönes Spiel und ich freue mich, dass du mit deinen Römer auf einem guten Weg bist. Wir müssen mal ein grosses Spiel mit Römer gegen die Heiden organisieren. 3x Römer gegen 3x Heiden.

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