Wenn etwas Spaß macht, dann macht man es öfter. Das sagten sich auch die Sofageneräle Ralf und Sturmi (wollte sagen: Gaius Julius Tempestatis). Die Bättel zwischen Burgundern und Römern hatte letztes Mal viel Laune gemacht. Und das wollte man wieder haben. Na denn…
Neues Szenario, neues Glück
„Durchbrecht den Schildwall V4“ – so hieß bezeichnenderweise das Szenario, welches Ralf für das anstehende Turnier ausprobieren wollte. Es sei ein sehr gängiges und auf Turnieren häufig anzutreffendes Szenario. Mir sollte es recht sein. Meinen Erfahrungsschatz etwas aufzumöbeln, sollte gewiss nicht schaden.
Was kennzeichnet das Szenario? Nun, jede Seite stellt sich „L“ vom Spielfeldrand auf. Man kriegt dann drei Missionsziele vor die Nase. Wenn man sie wegschafft (in Richtung Gegner) hat man erstmal etwas Ruhe. Man bekommt dann jede Runde einfach mal keine Minuspunkte. Lässt man sie liegen, hagelt es die Abzüge.
Schafft man die Missionsziele weiter in Feindesland, gibt es gar Pluspunkte (Siegespunkte). Wer es schafft. Das ist das Problem. Denn die Dinger kleben am Bein und machen langsam: Bewegung nur auf „S“. Bei einem Reiter sorgen sie bei jeder Bewegung gar für eine Ermüdung. Das braucht man gar nicht.
Also so der rechte Freund davon wurde ich nicht. Aber vielleicht lerne ich ja bei einigen Übungsspielen, besser damit umzugehen.
Die SAGA Armeen der Herren Sofageneräle
Ritter Ralf von Burgund
Die burgundischen Truppen waren wie folgt gegliedert:
- KEINE Kanone
- 1x Kriegsherr
- 2x 12er Bauern mit Armbrüsten
- 1x 10er Krieger mit Pavesen
- 1x 12er Krieger
- 1x 10er Krieger
Tribun Gaius Julius Tempestatis
Dieses Mal gruppierte der stürmische Tribun seine Veteranen und Krieger leicht anders. Eine 8er Kriegereinheit für ein offensives Vorgehen mit der SAGA-Sonderfähigkeit „Pilum“ (Fernkampf gefolgt von einem Nahkampf). Und drei Veteraneneinheiten mit leicht höherer Bestückung für mehr „Ausdauer“: 5er, 5er und 6er Einheiten. Die sind immer noch leicht kleiner als die meisten gegnerischen Einheiten („kleinere Einheiten als die des Gegners“ werden vom Battleboard begünstigt) , doch etwas größer, so dass sie auch nach ersten Verlusten noch zuschlagen können. Durch den Tribun und die eine in zwei 4er-Einheiten gesplittete Kriegereinheit sollten etwas mehr als üblich SAGA-Würfel generiert werden, um das Treiben unter Strom zu halten.
- 1x Kriegsherr (Tribun mit 2x „Folgt mir!“ aber nur Kampfkraft „2“)
- 2x 5er Veteranen
- 1x 6er Veteranen
- 1x 8er Krieger
- 2x 4er Krieger

Die 8er Einheit Krieger in der SAGA Armee die Republikanischen Römer aus dem SAGA-Buch Age of Hannibal

Die 5er Einheit Veteranen in der SAGA Armee die Republikanischen Römer aus dem SAGA-Buch Age of Hannibal

Die 6er Einheit Veteranen, dahinter die 4er Kriegereinheiten in der SAGA Armee die Republikanischen Römer aus dem SAGA-Buch Age of Hannibal
Das Spielfeld
Einige Geländestücke hatten wir platziert. Nicht zu viel, es reicht eben. Links eine Ruine, rechts einen Sumpf.

Das Spielfeld in der SAGA-Partie Burgunder vs. Römer. Oben die Truppen Burgunds. Unten die Truppen des Cäsaren.
Das Spiel
Ralf erwürfelte erneut die Initiative, entschied sich aber, mir den Start zu überlassen. Das nahm ich gerne an, denn die Offensive ist eher mein Ding. Er zieht es vor, zu verteidigen. So passt es eben sehr gut.
Zunächst ließ ich die beiden 4er Kriegereinheiten zwei der drei Missionsziele aufnehmen. Im zweiten Spielzug sollten sie abtransportiert werden. Das dritte Missionsziel nahm später mein Kriegsherr auf und schleppte sich damit ab.
Ich ließ mit der SAGA-Sonderfähigkeit „Quincunx“ meine 6er Veteraneneinheit frontal angreifen. Direkt in Ralfs Armbrustschützen rein. Irgendwie hatten die das vorhergesehen und zuckten gar nicht so recht, als die Metzelei losging. Ralfs burgundisches Battleboard hat aber mächtige Verteidigungsmechanismen an Bord. Daher starben von den 12 Armbrustbauern leider nur sechs. Der SAGA-Würfel blieb Ralf erhalten.
Auf der linken Flanke sprinteten ebenfalls mit „Quincunx“ meine 8er Kriegereinheit in die Ruine. Die gab harte Deckung. Das schützte gegen die Armbrustschützen und gegen vorwitzige Fußtruppen.

Die Armbrustschützen der Burgunder mussten Federn lassen. Bei den römischen Veteranen ging nur einer verloren.
Ralfs Kriegereinheiten waren recht erfolgreich. Diese nahmen für die Armbrustschützen Rache. Der verbliebene römische 5er Veteranentrupp wurde ausradiert. Danach sperrten sie den Zugang zu den Armbrustschützen ab. Die anderen Einheiten nahmen die Missionszielmarker auf und verhielten sich ruhig.
Die Truppen Roms schlagen zu
Auf der römischen Seite standen auf der linken Flanke ein 5er Trupp Veteranen und ein 4er Trupp Krieger. Die beschlossen, den Kollegen in der Ruine zu Hilfe zu eilen. Die hatten nämlich Ärger mit den Armbrustschützen gehabt – doch davon später mehr.
Stoßrichtung Zentrum
Die rechte Flanke der Römer targetierte das Zentrum der Burgunder. Dort mühte sich ein Kriegertrupp mit einem Missionsziel ab. Das wollte man ihm abjagen und ihn nach Möglichkeit gleich erledigen.
Ruinöser Kampf in der Ruine
Die 8er Kriegereinheit der Römer in der Ruine hat es übelst erwischt. Sie fuhr einen Angriff gegen die Armbrustschütten: mit „Pilum“ und einem Nahkampf (die Burgunder waren außerhalb und hatten KEINE harte Deckung!). Einen Verlust erlitten die Burgunder und die Römer dafür mehrere. Nachfolgend griffen die Burgunder Krieger an und die römischen Krieger schrumpften auf drei Mann zusammen. Das Würfelpech war sehr deutlich erkennbar.
„Ad Triarii redisse“
„Es ist zu den Triariern gekommen“ – Die Triarier bildeten die letzte Linie der römischen Legion und wurden nur in verzweifelten Momenten eingesetzt, wenn alles verloren schien. So auch in diesem Moment. Der 5er-Trupp warf sich den burgundischen Kriegern entgegen, zückte Pilum und Gladius und löschte den burgundischen Haufen Krieger bis auf einen Mann aus. Rom war stolz auf sie.
Die Triarier setzten in die Ruine nach, um bei dem zu erwartenden Gegenangriff des burgundischen Kriegsherrn von harter Deckung profitieren zu können.
Exodus
Der Kampf in Spielfeldmitte erschöpfte Römer wie Burgunder. Zwei von zehn burgundischen Kriegern überlebten den Ansturm der römischen Triarier. Diese bezahlten ihre Kühnheit teuer.
Das burgundische Imperium schlägt zurück
Der burgundische Kriegsherr vernichtete den Veteranentrupp in der Ruine. Direkt danach griff der noch sehr unversehrte Trupp Armbrustschützen den römischen Kriegsherrn an und vernichtete ihn ebenfalls. Damit war das Rennen gelaufen.
Fazit
Sicht des Ralf
Bei der Platzierung der Geländestücke wäre es sinnvoller gewesen, die Ruine so zu legen, dass der Trupp der Armbrustschützen bereits bei Aufstellung sich in der Ruine befunden hätte. Das war letztlich die einzige Verbesserung, die Ralf herausziehen konnte.
Sicht des Sturmi
Wie Ralf konstatierte, hatten die beiden Veteranentrupps in Spielfeldmitte über weite Teile der Partie eine bedrohliche und starke Position eingenommen. Die rein auf Angriff ausgelegte Spielweise des Tribunen Gaius Julius Tempestatis verzichtete auf Verteidigungsmaßnahmen. Dadurch konnten die Burgunder in ihrem Zug die Römer erfolgreich angreifen. So nimmt Sturmi denn schweren Herzens den Rat mit, künftig etwas weniger aggressiv vorzugehen und eine Minimalverteidigung übrig zu behalten. Größere Opfer für den Würfelgott waren aber auch vorgesehen.
Eine Wiederholung des Spiels hat man aber auch geplant. Spaß gemacht hat es beiden Sofagenerälen.




















