Samstag besuchte ich die Szenario in Hackenheim bei Bad Kreuznach. Neben dem obligatorischen Hackbraten im Restaurant gab es natürlich vorher jede Menge Freunde wiederzusehen und spannende Spieltische zu schauen. Heute will ich den ersten der Spieltische vorstellen, der mich vom gestalterischen sehr beeindruckt hat.
„One Pages Rules“, aber nicht nur
„Seit endlosen Jahrzehnten ächzt Zephalon III unter den rostigen Stiefeln der Orks. Was einst eine stolze Makropole war, ist heute ein ausgebluteter Tributspender: Waffen, Nahrung, Menschen – die Forderungen der Grünhäute wachsen mit jedem Zyklus, und wer nicht zahlt, brennt.
Doch nun hallt ein anderes Donnern durch die Ruinen.
Das Imperium hat die Schreie der Gedemütigten vernommen. Landungsschiffe durchschneiden den verhangenen Himmel, Stahl trifft auf Asche, und die Truppen des Imperators marschieren, um das orkische Joch zu zerschmettern: mit Feuer, Glauben und unerbittlicher Disziplin.
Im alten Verwaltungsbezirk, rund um das zerbombte Administrationsgebäude Munitorum IV, entfesselt sich das Inferno. Straßenschluchten werden zu Massengräbern, Servo-Schreine zu Barrikaden, und jede Etage des vernarbten Gebäudes wird mit Blut neu vermessen. Hier entscheidet sich das Schicksal der Makropole.
Doch zwischen rauchenden Trümmern und frommen Schlachtrufen keimt ein düsterer Verdacht:
Die Krieger des Imperators kämpfen nicht nur für die Freiheit der Bevölkerung.
Manche Geheimnisse sollen geborgen, manche Akten versiegelt – und manche Zeugen niemals befreit werden.“
Wer könnte sich diesem Szenario verschließen?
Die Geschichte spricht aus jedem Portal auf dem Spieltisch. Sie steht jedem Ork auf die grüne Stirn tätowiert. Und wer sich die Zeit nahm, am Spieltisch länger zu verweilen und sich statt vom Spiel mehr von dem dargebotenen visuellen Leckerbissen einfangen zu lassen, kann das sehr schnell nachvollziehen. Auf dem Spieltisch reiht sich Szene an Szene. Wie eine Abfolge in einem sehr gut gemachten 3D-Film.
Ich sprach mit dem Erschaffer, der sich ganz bescheiden gab und sein Kunstwerk auf „Ja, in 28mm kann man eben viel mehr machen“ reduzierte. Ich für meinen Teil war immer hin und hergerissen zwischen mit offenem Mund bestaunen und dem zum Scheitern verurteilten Versuch, das alles mit der Kamera einzufangen.
Aber auch das Spiel war interessant. Der Schöpfer dieser Welt hatte das Regelwerk „One-Page-Rules“ mit den Mechanismen der Online-Aufbauspiele verknüpft. Armeen schaffen. Schlachten schlagen. Stadt aufbauen. All das ließ er auf 1,2×1,8m Fläche passieren.
Für euch heute nun die Fotos, die ich zwischendrin schießen konnte. Ohne viele Worte.


















